Lister und Volme: Keine Gefahr durch die Wassermassen

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Der Bach Hesbecke an der Landstraße 869 führt derzeit viel Wasser. Oberhalb der Ortschaft Ingemertermühle in Höhe des Steinbruchs hat er sich daher verbreitert. 

Meinerzhagen - Im Vergleich zur Lenne ist die Volme ein „undramatischer“ Fluss. Während die Lenne in Werdohl und Altena bereits seit Mittwoch über die Ufer getreten ist, sieht die Lage in Sachen Hochwasser im Volme- und Listertal glücklicherweise entspannt aus.

„Alles ruhig, im Vergleich zur Lenneschiene haben wir hier meist großes Glück“, kommentierte am Donnerstag auch Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus. Elf Einsätze hatte Sturmtief Burglind der Feuerwehr am Vortag beschert, die meisten waren in den frühen Morgenstunden abgearbeitet worden. Das heftige Gewitter am Mittwochabend hatte keinerlei Auswirkungen mehr. 

Lediglich der Löschzug Valbert musste am Donnerstagmorgen noch einmal nach Hösinghausen ausrücken, um einen umgestürzten Baum von der Straße zu beseitigen. Die vielen Regenfälle führten zwar dazu, dass Bäche und Flüsse im Stadtgebiet anschwollen, „ernst“ wurde es angesichts der Pegelstände aber nirgendwo.

„Alles im grünen Bereich“, beschrieb auch Jörg Muckenhaupt, Leiter des Baubetriebshofes, die Lage. „Im Blick“ hätten die Mitarbeiter jedoch die Gitterroste vor den Flussrohren: „Wir achten darauf, dass sie sich nicht mit Ästen und Blättern zusetzen und fahren sie regelmäßig ab.“

Abgesehen von der Nässe von oben, blieb auch im Listertal am Donnerstag alles trocken. Am Vortag habe die Wiese vor ihrem Haus unter Wasser gestanden, „über Nacht ist alles zurückgegangen“, berichtete eine Anwohnerin aus Börlinghausen. Die Listertalsperre selbst ist gut gefüllt. 21, 6 Millionen Kubikmeter Wasser kann sie fassen. Vor Weihnachten war die Lister mit 20,65 Millionen Kubikmetern fast randvoll. In der Bigge ist jedoch noch reichlich Platz und über die Staumauer kann bei Bedarf Listerwasser zur „großen Schwester“ abfließen. Auf diese Weise kann auch die Hochwassergefahr gebannt werden.

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