La Provence wird Fisch- und Steakhaus

Marija Marquardt (links) und Rebecca Bosanac übernehmen die Räume des „La Provence“ und eröffnen ein Fisch- und Steakhaus.

Meinerzhagen - Das „La Provence“ ist Geschichte – die Zukunft des traditionellen Gildenhauses soll einem Fisch- und Steakhaus gehören.

Die Kölner Gastronomin Marija Marquardt bestätigte am Dienstag auf Anfrage der MZ, dass sie gemeinsam mit ihrer Tochter Rebecca Bosanac die Räume des Restaurants an der Kirchstraße übernehmen wird. Die Eröffnung ist für Mitte April geplant.

„Es ist natürlich bedauerlich, dass das Haus nun einen Monat lang leer steht, anders geht es aber leider nicht“, sagte Marija Marquardt im Gespräch mit der Redaktion. Sowohl aus privaten, als auch aus baulichen Gründen sei eine vorherige Eröffnung nicht möglich.

Zum Abschied für das La Provence gab es ein Konzert. Den Bericht finden Sie hier

Mit Blick auf die 25-jährige Tradition weiß die Kölnerin um die Qualität, die die Meinerzhagener vom „La Provence“ gewohnt sind. „Wir hoffen natürlich, dass uns die Kunden eine Chance geben und uns treu bleiben“, sagt Marquardt mit Blick auf die Gruppen und Vereine, die ihre regelmäßigen Treffen im Gildenhaus abhalten. Dass sich Marija Marquardt und ihre Tochter Rebecca Bosanac für ein Fisch- und Steakhaus entschieden haben, ist kein Zufall. „Wir denken, hier eine Lücke schließen zu können, da es solche Angebote in Meinerzhagen nicht gibt. Wir wollen ein wenig frischen Wind reinbringen.“ Damit verabschiedet sich Marquardt auch von der kroatischen und deutschen Küche, die sie in den vergangenen zehn Jahren im „Haus Böhmer“ in Köln angeboten hat. „Das war ein alteingesessenes Haus, das auch über eine Kegelbahn verfügte und dadurch natürlich deutsche Küche verlangte“, sagt die Gastronomin. Die Immobilie werde nun jedoch verkauft – und der Zufall brachte Mutter und Tochter nun nach Meinerzhagen: Marquardts älteste Tochter arbeitet im Waldhotel Marienheide und so standen regelmäßig Besuche in der Meinerzhagener Nachbarschaft an. „Weil wir die Fahrerei aber nicht mehr wollten, haben wir uns einfach mal umgesehen – bis wir im Internet das Angebot des Gildenhauses entdeckt haben.“

Großer Saal wird „aufgefrischt“

Allzu große bauliche Veränderungen soll es bis zur Eröffnung Mitte April aber nicht geben: Lediglich den großen Saal wollen Marquardt und Bosanac modernisieren und auffrischen. „Ansonsten wird es keine gravierenden Änderungen geben. Die Gemütlichkeit soll auf jeden Fall erhalten bleiben.“

Stadt bemüht sich um Kaufpark-Nachfolge

Bewegung soll es nicht nur an der Kirch-, sondern auch an der Hauptstraße geben: Nachdem bekannt wurde, dass der Kaufpark Mitte des Jahres schließt, sorgen sich benachbarte Einzelhändler, aber auch Stadtverantwortliche, um die Zukunft des Standorts. Schließlich galt die Rewe-Tochter als Frequenzbringer. „Wir sind zuversichtlich, dort einen adäquaten Ersatz zu finden“, sagt Petra Gothe, die bei der Stadt für die Wirtschaftsförderung verantwortlich zeichnet. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Eigentümern und haben uns unmittelbar nach Bekanntwerden der Schließung um Nachfolger umgeschaut.“ Interessenten für die 1000 Quadratmeter große Fläche gebe es durchaus, auch Besichtigungen hätten bereits stattgefunden, so Gothe. Ob sich allerdings erneut ein Lebensmittelmarkt an der Hauptstraße ansiedeln wird, gilt als unwahrscheinlich: Allein die Parksituation mache den Standort für solche Unternehmen wenig attraktiv.

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