Herausforderung für die Zukunft: Austritte stoppen

Pastor Peter-Wilhelm Keinecke muss damit leben, dass seine Gemeinde „schrumpft“. - Archivfoto

MEINERZHAGEN - Hat Kirche Zukunft? Diese Frage beschäftigt evangelische wie katholische Christen und ihre Seelsorger gleichermaßen. Menschen sterben oder sie treten aus der Kirche aus. Die Zahl der Gemeindeglieder sinkt seit Jahren – auch in Meinerzhagen.

Von Jürgen Beil

34 Austritte verzeichnete die katholische Gemeinde St. Maria Immaculata im Jahr 2013 in Meinerzhagen, Valbert und Kierspe. Damit stagniert die Zahl der Bürger etwa, die sich dafür entschieden, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren. 2012 wurden 39 Austritte gezählt, 2011 waren es 36. Lediglich im Jahr 2010, als sich die Missbrauchsfälle auswirkten, musste die heimische Gemeinde mehr Austritte verkraften. Damals lag diese Zahl bei 54. Fakt ist: Seit 2007 wurden in St. Maria Immaculata 247 Kirchenaustritte gezählt, die allerdings teilweise durch Neueintritte „aufgefangen“ werden. So auch 2013, als neun Erwachsene in die Gemeinde aufgenommen werden konnten. Im vergangenen Jahr gab es zudem drei Erwachsenentaufen und 45 Kindstaufen.

Wie mache ich die Kirche nun so zukunftsfähig, dass der Negativtrend gebremst oder sogar gestoppt werden kann? Diese Frage stellen sich auch die Verantwortlichen im Bistum – und sie präsentieren einen möglichen Weg, eine Art Zukunftsfahrplan. Der wird nun auch in Meinerzhagen umgesetzt, mit einigen Veranstaltungen zum Thema.

In der Kirche St. Maria Immaculata, Kampstraße 1, ist noch bis zum 23. Februar beispielsweise eine Ausstellung zum Zukunftsbild zu sehen. Sie möchte dazu anregen, die einzelnen Aspekte besser kennen zu lernen. Parallel zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen in der Kirche St. Maria Immaculata, Kampstraße 1, statt: Am Freitag, 17. Januar, ab 19 Uhr, heißt das Thema „Kirche in der Krise“ mit Pfarrer Winfried Langendonk, Hattingen. Am Mittwoch, 22. Januar, ist das Angebot ab 19 Uhr „Brauchen wir neu gestaltete Kirchen? Auswirkungen des Dialogprozesses auf die Gestaltung des Gottesdienstraumes“ überschrieben. Zu Gast sind Dr. Herbert Fendrich (Bischöflicher Beauftragter für Kirche und Kunst) und Dr. Nicole Stockhoff (Referat für Liturgie und Ökumene). In einem Vortrag wird auch auf die neue Gestaltung des Gottesdienstraumes der Kirche und die Anordnung der Kirchenbänke eingegangen.

Am Mittwoch, 5. Februar, ab 19 Uhr ist das Thema „Dialogprozess und Zukunftsbild – Hoffnung für die Kirche?“ im Rahmen einer Talkrunde mit Kreisdechant Patrick Schnell, Plettenberg, Barbara Vormann, Pfarrgemeinderat Halver, Stefan Kemper, Kolping Altena. Die Moderation übernimmt Kerstin Kregel.

Am Mittwoch, 12. Februar, ab 19 Uhr wird „Zukunftsbild – neumodischer Quatsch oder bleibt doch alles nur beim Alten?“ gefragt. Dabei ist an diesem Tag Markus Borzymski, Mitglied der Steuerungsgruppe Zukunftsbild.

Besondere Dialogpredigten zu den einzelnen Themen des Zukunftsbildes werden an folgenden Sonntagen gehalten: 19. Januar, 11 Uhr, St. Martin; 26. Januar, 9.30 Uhr, St. Marien; 2. Februar, 11 Uhr, St. Martin; 9. Februar, 9.30 Uhr, St. Marien; 16. Februar, 11 Uhr, St. Martin und 23. Februar, 9.30 Uhr, St. Marien.

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