Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde

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Dr. Kerstin Kregel, Vorsitzende des Gemeinderates und Karl Hardenacke, Delegierter in den Kirchenvorstand, eröffneten gemeinsam den Neujahrsempfang und stießen auf ein gutes Jahr an. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Informativ und unterhaltsam, so gestaltete sich am Samstagabend der Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde in Meinerzhagen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Jugendheim an der Kampstraße.

Dr. Kerstin Kregel, Vorsitzende des Gemeinderates, und Karl Hardenacke, Delegierter in den Kirchenvorstand, eröffneten gemeinsam den Neujahrsempfang. Dr. Kerstin Kregel forderte alle auf, sich über die Weiterentwicklung der Gemeinde auszutauschen. „Es geht um zukunftsfähige Wege unserer Kirche“, betonte sie. „Weder Reformationen noch Gesundschrumpfen sind der richtige Weg.“ Im Anschluss daran las Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke aus der Chronik der Gemeinde vor. Doch bevor die örtlichen Begebenheiten genannt wurden, ging er erst einmal auf die politischen und die Neuerungen im Bistum Essen ein. Er erwähnte die Visitation des Weihbischofs Franz Vorrath, der sich Betriebe, kirchliche Einrichtungen angesehen und mit den örtlichen Kirchengremien Gespräche geführt hatte. Ebenso erwähnte er die Verstorbenen der Gemeinde, die sich in ihr hervorgetan hatten. Es waren Pfarrer Hermann-Josef Bittern, der sehr lange in St. Josef in Kierspe gewesen war, Willi Arens, der die Aktion 365 ins Leben gerufen hatten, ebenso die Aktion Pullambady. Er vergaß auch nicht Gerd Ramm aus Kierspe, der dort Chorleiter und Organist gewesen ist. Er erinnerte, dass am zweiten Adventssonntag der letzte Kreuz- und Quer-Gottesdienst stattgefunden und sich die katholische Arbeitnehmerbewegung in Kierspe aufgelöst hatte. Weiter ging er auf die Renovierungsarbeiten in der Pfarrei ein. St. Josef in Kierspe ist zurzeit die größte Baustelle, in Valbert ist der Hof saniert worden.

Christoph Kistner stellte anschließend das Projekt Burkina Faso vor. Dort sind Muslime und Christen gemeinsam dabei, der Wüste wieder Land abzugewinnen und forsten abgeholzte Flächen wieder auf und bauen große Wasserbecken, aus denen sie die Pflanzen bewässern können.

Künftig werden sich Änderungen bei der Firmvorbereitung ergeben. Diese wird dann durch die Geistlichen der Gemeinde vorgenommen. Weiter hatte sich die ganze Gemeinde zum autofreien Sonntag getroffen, an einer Pfarrwallfahrt nach Rönsahl teilgenommen und die Herbstgesprächsreihe gut besucht. Einige Aktionen seien wegen des sehr schlechten Wetters ins Wasser gefallen, so das Pfarrfest in St. Marien.

Die Gemeinderatsvorsitzende Dr. Kerstin Kregel forderte auf, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Christen ihr Christsein nach außen leben können, wie sie sich für die Menschen in ihrer Umgebung öffnen und wie sie sich in ihrer Gemeinde wohler fühlen können. Das Kirchenvorstandsmitglied Dr. Gabriele Menger gab einen Überblick auf die Besetzung des Kirchenvorstandes und seine Aufgaben. Die Hauptaufgaben des Kirchenvorstandes sind Bau- und Immobilien, Personalangelegenheiten und der Friedhof. Die Gemeinde bemüht sich derzeit um den Verkauf der Kirche St. Peter am See in Hunswinkel. Angeschafft werden im laufenden Jahr etwa 1100 neue Gesangsbücher, die mit zehn Euro zu Buche schlagen. Marc Kostewitz sprach für das Familienzentrum St. Martin. Er stellte die geplanten Erweiterungsarbeiten vor, zeigte Baupläne und warb um Mitglieder für den Förderverein, da vieles selbst finanziert werden müssen.

Christoph Kistner hatte eine Fotopräsentation vorbereitet mit den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres. Karl Hardenacke informierte aus dem Bereich Ökumene, wies dabei auf den am 8. März anstehende Jugendkreuzweg hin, sprach über die Zwangsarbeiter in Meinerzhagen und darüber, dass dieses Thema im laufenden Jahr weiter Thema in der Gemeinde sein werde. Christoph Kistner stellte das Ehrenamtskonzept vor. Hier hatte die Gemeinde Aufgaben fest umrissen, was ihren zeitlichen Einsatz und die Fähigkeiten der Ehrenamtlichen anging. Mit diesem Konzept will die Gemeinde erreichen, dass sich mehr Gemeindemitglieder von einer Aufgabe ansprechen lassen und diese nicht befürchten müssen, dass sie fortan lebenslang diese Aufgabe erfüllen müssen.

Der unterhaltsamste Teil des Abends war der Auftritt der neuen italienischen Putzfrau Giovanna, die sich bei Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke um eine Stelle bewarb. Selbständig sei sie, bot sie sich an, und auf dem Arbeitsmarkt frei zu haben. Auch bewunderte sie des Pfarrers sportliche Ambitionen. „Kein(e) Ecke“, sei doch ein Begriff aus dem Fußball und hätte bestimmt etwas mit ihm zu tun. Hoffnung hatte sie sich gemacht, beim Papst die Stelle des entlassenen Sekretärs zu bekommen, extra nach Rom sei sie deshalb geflogen. Weiter schlimm sei dies aber nicht gewesen. Das was sie am Papst am meisten bewunderte, seien sowieso nur seine Schuhe. Ihre eigenen ferrariroten Schuhe aus Büffelleder hatte sie auch dabei. „Sie sind wie ein sportliches Cabriolet“, erklärte sie verschmitzt. „Vorne tiefer gelegt und hinten offen.“

Nach dem offiziellen Teil wurde das Büfett eröffnet und viele Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit des zwanglosen Beisammenseins bis weit in den Abend. ▪ GeG

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