KVWL: Kein Arzt will an die Volme

Raimo Benger (UWG)

Meinerzhagen - für viele Meinerzhagener erhebliche Mangel an Fachärzten in der Stadt bleibt weiter ein Thema im politischen Raum: UWG-Fraktionsvorsitzender Raimo Benger sieht nach einem neuerlichen Schriftwechsel mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) nun höhere Chancen auf eine Ansiedlung und bittet Bürgermeister Jan Nesselrath (CDU) um einen Sachstandsbericht in der nächsten Ratssitzung am 25. August (17 Uhr, Ratssaal).

In einem offenen Brief erinnert er an die gemeinsam mit Gisela Sziegoleit angestrengten Bemühungen, sich gegenüber dem Bundesgesundheitsministerium und der KVWL für eine bessere Ärzteversorgung in Meinerzhagen einzusetzen (wir berichteten). Nun hat die Ärztevereinigung offenbar Abstand von ihrer Äußerung genommen, eine starre Kilometergrenze als Kriterium für die Erreichbarkeit von Fachärzten zu nennen. Vielmehr wolle man einen Sonderbedarf für die Stadt prüfen – sobald ein Arzt eine Praxis eröffnen will. Allerdings, so heißt es in einem Schreiben der KVWL, bestehe das Problem nicht darin, dass die Vereinigung keinen Arzt zulässt, sondern dass sich keiner in Meinerzhagen niederlassen wolle. Wie es weiter heißt, unternehme die Kassenärztliche Vereinigung „erhebliche Anstrengungen“, ärztlichen Nachwuchs für eine Tätigkeit in Westfalen-Lippe zu werben.

Vor dem Hintergrund dieser Stellungnahme hofft die UWG nun auf Informationen seitens der Stadtverwaltung, welche Maßnahmen verfolgt werden, um Fachärzte nach Meinerzhagen zu holen, und welche weiteren Konzepte geplant sind. - zach

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