Acht alte Linden müssen fallen

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Mit einem Fällbagger, der mit seiner Greifzange den Stamm hält und ihn mit der ebenfalls angebauten Kettensäge durchtrennt, waren die Fachleute am Donnerstagmorgen im Einsatz.

Meinerzhagen - Acht zum Teil alte Linden müssen den anstehenden Kanal- und Tiefbauarbeiten an den Straßen Zum Eickenhahn und Unterm Hengstenberg weichen.

Bereits Anfang September letzten Jahres hatte die Stadt die Anlieger der Straßen Zum Eickenhahn und Unterm Hengstenberg über die notwendigen Reparatur- und Sanierungsarbeiten an den Kanälen und der Fahrbahn informiert. Neben den für die Betroffenen wichtigen Kostenfragen – es handelt sich um eine KAG-Maßnahme – und den technischen Ausführungsdetails, war auch der Schulbusverkehr zum Schulzentrum Rothenstein eine Aufgabenstellung für die Planer.

Busverkehr kann weiterlaufen

Eine Ersatzlösung während der Bauphase für den jetzigen zentralen Ein-, Aus- und Umsteigepunkt könnte es letztendlich nur direkt an der B54 / Oststraße geben. Die Querung der viel befahrenen Straße wäre die zwingende Konsequenz. Aus diesem Grund fand man in der nun zum Tragen kommenden Ablaufvariante eine andere Lösung: Der Busverkehr kann ungehindert weiterlaufen. Um das allerdings sicherzustellen, braucht man neben der eigentlichen Baugrube Platz. Und genau dieser wird von den ehemaligen Alleebäumen (Linden) der alten Linienführung der Bundesstraße 54 in Anspruch genommen. Acht von ihnen, wobei es sich bei drei Exemplaren um Nachpflanzungen handelte, wurden am Donnerstag vom Forstfachbetrieb Abraham aus Gummersbach gefällt.

Neuanpflanzungen nach Abschluss der Arbeiten

Angedeutet hatte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck eine eventuell in letzter Konsequenz notwendige Fällung schon in der Bürgerversammlung. Endgültig informiert wurde von ihm in gleicher Weise in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses Anfang Mai dieses Jahres.

Nach Abschluss der Arbeiten an der gut 600 Meter langen Strecke bis zur Kreuzung Beethovenstraße – die Bauzeit soll rund neun Monate betragen – wird es Neuanpflanzungen geben.

Wer einen genaueren Blick auf die Stämme der „ursprünglichen“ Lindenbäume wirft, erkennt selbst ohne einen „grünen Daumen“ zu haben, dass ein gesundes Stammholz anders aussieht. Die Frage ob und gegebenenfalls mit welchem „Pflegeaufwand“ ein Erhalt möglich und nötig geworden wäre, hätte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit gestellt, da die städtischen Bäume turnusgemäß überprüft werden.

Gefällt wurden die Linden übrigens in den frühen Morgenstunden, weil zu diesem Zeitpunkt der in Teilen benötigte Parkplatz des Discounters am Eickenhahn noch nicht so stark frequentiert war.

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