Kanalbau wird teurer als geplant

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Insgesamt 165 000 Euro mehr als ursprünglich geplant veranschlagt die Stadtverwaltung für den Kanalbau in der Bodelschwinghstraße. 

Meinerzhagen - Insgesamt 165 000 Euro mehr als ursprünglich geplant veranschlagt die Stadtverwaltung für den Kanalbau in der Bodelschwinghstraße.

Das machte Jürgen Tischbiereck, Fachbereichsleiter Technischer Service, im Rahmen der jüngsten Ratssitzung deutlich. Das Gremium stimmte einer dafür notwendigen „überplanmäßigen Auszahlung“ einstimmig zu.

Eigentlich waren im Haushalt 2018 insgesamt 290 000 Euro für den Kanalbau und weitere 502 000 Euro für den Vollausbau der Bodelschwinghstraße angesetzt worden. Nach der Ausschreibung hat sich als günstigster Anbieter ein Unternehmen aus Kirchhundem durchgesetzt. Während für den Straßenbau demnach sogar fast 80 000 Euro weniger als geplant fällig werden, erhöhen sich die Kosten für den Kanalbau um fast 79 000 Euro. 

Dennoch erhöhte die Verwaltung den Haushaltsansatz nun um gleich 165 000 Euro für den Kanalbau und beließ den Ansatz für den Straßenbau bei 502 000 Euro – was Volkmar Rüsche (CDU) verwunderte. „Ich frage mich, ob das wirklich notwendig oder einfach nur übertriebene Vorsicht der Verwaltung ist.“ 

Jürgen Tischbiereck betonte indes, dass man den Haushaltsansatz vor dem Hintergrund der bekannten Preissteigerungen für Kanalbauarbeiten sowie den ebenfalls notwendigen Planungskosten erhöht habe. Der Haushalt 2018 wird mit den Kosten jedoch nicht belastet: Der Baubeginn sei bewusst auf den 25. Februar 2019 gelegt worden, da sich die Verwaltung dadurch einen größeren Wettbewerb und günstigere Preise erhoffte, wie es in der Vorlage heißt. Denn: Derzeit befänden sich noch etliche Ausschreibungen mit dem Baubeginn 2018 auf dem Markt, Bauunternehmer seien ausgelastet und zugleich stark daran interessiert, sich bereits jetzt Aufträge für das kommende Jahr zu sichern. Trotz der nun höheren Haushaltsansätze sei die Entscheidung für den späteren Baubeginn aufgegangen, meint die Verwaltung. Denn es habe einen regen Wettbewerb gegeben: Mehr als die Hälfte der Bieter, die Angebotsunterlagen angefordert hatten, haben auch ein Angebot abgegeben. Zudem liege die Preisdifferenz zwischen dem mindestfordernden und dem maximalfordernden Bieter bei rund 326 000 Euro. 

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