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Flugplatz in der Steinsmark: „In Meinerzhagen könnten auch Kampfjets landen“

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Von: Jürgen Beil

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Die Startbahn des Flugplatzes Meinerzhagen ist 1200 Meter lang – das reicht laut Besitzer auch für Flugzeuge der Luftwaffe.
Die Startbahn des Flugplatzes Meinerzhagen ist 1200 Meter lang – das reicht laut Besitzer auch für Flugzeuge der Luftwaffe. © Hans Blossey

Viele Deutsche haben laut Umfragen immer noch Angst vor einem dritten Weltkrieg. Dass sich die Kampfhandlungen von ukrainischem Territorium auf Nato-Gebiet ausweiten, das ist die große Sorge. Vollkommen unvorstellbar? Wohl nicht.

Meinerzhagen – Im Bereich Meinerzhagen könnte dann der Flugplatz in der Steinsmark eine Rolle spielen. Denn: „Die Nato weiß, dass sie zum Beispiel mit Kampfflugzeugen hier landen könnte“, sagt Flugplatz-Besitzer Friedrich Müllensieper.

Die asphaltierte Piste des heimischen Regionalflugplatzes ist 1200 Meter lang. „Kampfjets benötigen mindestens 800 Meter – also ist unser Flugplatz für sie komplett geeignet“, berichtet Müllensieper weiter. Er habe – allerdings schon vor etlichen Jahren – auch Besuch von der Bundeswehr gehabt, die den Flugplatz angeschaut habe. „Eine konkrete Nachfrage hat es bisher allerdings von der Luftwaffe noch nicht gegeben“, stellt Müllensieper klar.

Viele Militärflugzeuge unterwegs

Der Meinerzhagener hat beobachtet, das der militärische Flugbetrieb seit Kriegsbeginn in der Ukraine generell sehr zugenommen hat: „Das ist auf dem Radar gut zu sehen. Tankflugzeuge fliegen gen Osten bis an die moldawische Grenze. Auch Awacs-Aufklärungsflugzeuge sind zu sehen. Viele militärische Flugbewegungen gibt es von London nach Polen und bis an die Krim“, hat der Volmestädter beobachtet.

Zurück nach Meinerzhagen: Friedrich Müllensieper glaubt, dass alle deutschen Flugplätze mit einer Asphaltpiste – so wie auch der im Siegerland – in Notfallpläne der Bundeswehr aufgenommen worden seien. Vor Jahren, so der Volmestädter weiter, sei sogar einmal eine Maschine der Luftwaffe aus Osnabrück kommend in der Steinsmark gelandet. „Und wir könnten Jets hier sogar auftanken, weil bei mir Kerosin-Treibstoff vorrätig ist“, erläutert Müllensieper.

Am Platz lagert keine Ausrüstung

Dass es einmal so weit kommen wird, dass Kampfflugzeuge im Kriegseinsatz tatsächlich in Meinerzhagen landen müssen, glaubt der Flugplatz-Besitzer aber nicht wirklich. „Das wollen wir auch nicht hoffen“, fügt er hinzu. Die Bundeswehr jedenfalls lagere auf dem heimischen Flugplatz auch keine Ausrüstungsgegenstände, weiß Friedrich Müllensieper.

Von der Luftwaffe war zum Flugplatz Meinerzhagen keine Stellungnahme zu bekommen. Aus militärnahen Kreisen war auf MZ-Anfrage jedoch zu erfahren, dass der Flugplatz in Meinerzhagen für die Bundeswehr nicht von Interesse sei. Der Grund: Er entspreche nicht den Nato-Standards, die eine Start- und Landebahn mit einer Mindestlänge von 10 000 Fuß vorschreiben. Das entspricht mehr als drei Kilometern.

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