Im „Kairos“ ging die Post ab

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Die „African Boyz“ aus Meinerzhagen heizten dem Publikum ordentlich ein.

MEINERZHAGEN ▪ „Youth Culture“ war im „Kairos“ angesagt. Zum achten Mal war Meinerzhagen am Freitagabend wieder Treffpunkt für jugendliche Künstler und Musikfans.

Die Jugendarbeit des Märkischen Kreises, das Meinerzhagener Jugendzentrum und das CVJM-Jugendheim „Kairos“ hatten erneut zu „Youth Culture“ eingeladen, einer Veranstaltung, die jungen Nachwuchstalenten ab zwölf Jahren die Möglichkeit bietet, vor einem interessierten und begeisterungsfähigen, aber durchaus kritischen Publikum aufzutreten.

Aus Menden, Kierspe, Lüdenscheid, Gummersbach und Wipperfürth waren die Musiker, Sänger und Tänzer angereist. Ja sogar aus der Nähe von Trier wie „Miistina und Samylike“, die ihrem Auftritt im Stau auf der Autobahn entgegenfiebern mussten. Aber auch zahlreiche Meinerzhagener waren wie immer mit von der Partie. Während viele schon zum wiederholten Male im „Kairos“ auftraten, waren rund die Hälfte zum ersten Mal dabei. 17 Auftritte sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Eindeutig ganz vorn in der Gunst der Zuhörer lagen offensichtlich die Rap- und HipHop-Beiträge, die vor allem den Abend bestimmten.

Als „alte Bekannte“ konnte das Publikum die „African Boyz“ aus Meinerzhagen, diesmal verstärkt durch Bilge Bitmez aus Gummersbach, begrüßen. Aber auch OKaz and Little „C“, Sixtyone und andere waren zu hören und heizten dem Publikum ein. Etwa Nikeo H, der enorme mentale Unterstützung durch seine Großeltern erhielt, die sich den Auftritt ihres Enkels nicht entgehen lassen wollten.

In den Sparten Rock und Pop waren ebenfalls vielversprechende Talente vertreten. Wie schon im vergangenen Jahr begeisterte erneut Melina, die, wie die meisten Sänger, ihre Texte selbst schreibt und stimmlich absolut überzeugt. Mohini Ann aus Kierspe war dagegen in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Sie erhielt viel Applaus für ihre Interpretation des Kelly-Clarkson-Songs „Because of you“ sowie „Ain't that just the way“ von Lutricia McNeal. Es war ein Abend der Solokünstler, die in diesem Jahr so zahlreich wie noch nie vertreten waren.

Vielköpfig dagegen waren die Tanzgruppen, wie etwa die „Giddy Crew“ aus Menden, die die Bühne beben ließen und ordentlich Dampf machten. Die acht Tänzerinnen sind zwischen 19 und 22 Jahren alt, und sie erhielten für ihren rasanten Auftritt jede Menge Beifall.

Die Coverband „Tonart“ aus Lüdenscheid ließ den Abend ausklingen. Die Formation präsentierte neben einigen eigenen Liedern bekannte Songs nah am Original auf akustischen Instrumenten. Aber auch eigene Ideen ließen die Musiker in ihre Interpretation einfließen. ▪ luka

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