Veranstaltung erbringt 1300 Euro für Kindergärten

Die beiden Kindergartenteams präsentierten sich vor der Jesus-Christus-Kirche den Schaulustigen, die den spannenden und lustigen Wettkampf verfolgten.

MEINERZHAGEN - Menschen, Tiere, Sensationen“ – unter diesem Motto stand diesmal das traditionelle Fest der Meinerzhagener Schützen-Partisanen rund um ihr Standquartier, die Traditionsgaststätte „Zur Rose“. Einige hundert Besucher sorgten zwei Tage vor dem offiziellen Start des Meinerzhagener Schützenfestes für ausgelassene Feststimmung und gaben zudem den tollen Rahmen für einen Wettkampf zwischen zwei Kindergarten-Teams ab.

Von Horst vom Hofe

von vornherein klar war: An diesem Abend sollte es keine Verlierer – nur Gewinner geben. Der Reinerlös der humorigen Veranstaltung wird, wie schon vor zwei Jahren, zu gleichen Teilen als Spende an den evangelischen Kindergarten Hochstraße und den katholischen Kindergarten St. Martin gehen. Diese beiden Einrichtungen stellten auch die beiden Wettkampf-Teams mit jeweils fünf Mitgliedern.

Dass die Partisanen im Ausdenken von immer wieder neuen Themen für ihre schon traditionelle Jux-Veranstaltung besonders kreativ sind, ist bekannt. Diesmal sahen sich die Organisatoren dann aber auch in einer nicht unwesentlichen Detail-Frage vor eine große logistische Herausforderung gestellt. Sozusagen als kindgerechter roter Faden für die lustigen Spiele und Wettkampfaufgaben diente die beliebte Bilderbuch-Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen will, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“.

Daraus entwickelten die Partisanen eine wahrlich „Wetten-dass“-reife Aufgabe: Aufgehängt in Plastiktüten waren da die Hinterlassenschaften verschiedener Tierarten ihren Verursachern in richtiger Reihenfolge zuzuordnen. Das ging von ganz kleinen Kötteln eines Wellensittichs über Esel- und Ziegen-Exkremente bis zu einer Plastikplane, auf der wahrlich riesige Haufen lagen. Dass die nur von einem Elefanten stammen konnten, hatte das Gewinner-Team sofort herausgefunden. Und was da so süßlich riechend manchem Kleingärtner als Extraportion Düngung für seine Gartenbeete verlockend erschien, stammte in der Tat von einem ganz besonders prächtigen Dickhäuter. Die Partisanen hatten Kontakt mit dem Kölner Zoo aufgenommen und erhielten von dort eine Spende von dem, was der aus Sri Lanka gebürtige Leitbulle Bindu nach dem Verdauen riesiger Portionen von Heu, Stroh und Ästen, im Zoo vermischt noch mit Gemüse, Früchten und Brot von sich gibt. Und wer nun glaubt, das müsse doch eine recht anrüchige Angelegenheit gewesen sein, die sich die Partisanen da ausgedacht hatten, der sollte miterlebt haben, wie viel Spaß am Donnerstag gerade dieses Spiel bei Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen auslöste.

Ein besonderer Clou der Veranstaltung war auch, dass die Mannschaftsführerinnen der beiden Kindergarten-Teams, Brigitte Hebig und Bettina Reinert, nach jeweils gewonnenen Spielen mittels einer ausfahrbaren Hebebühne am Kranausleger in schwindelnde Höhe Richtung Dach der Jesus-Christus-Kirche gehievt wurden und dort platzierte Überraschungspakete herunterholen mussten. Diese Technik war von Andreas Schäfer aus Meinerzhagen-Valbert zur Verfügung gestellt worden. In den Päckchen, die von den Teams am Ende gemeinsam auszupacken waren, befanden sich zum einen Punkte, die zur Ermittlung eines Gewinners von Spielleiter Daniel Sorgler addiert wurden – und außerdem je ein Gutschein: Einmal für einen Besuch eines der beiden Kindergärten zum Eisessen im Cortina-Eissalon der Familie De Bernadin und zum anderen eine Einladung von Rose-Gastwirt Jose Gamboa zum Fritten-Essen in seinem Lokal.

Zum finanziellen Erfolg der Veranstaltung trugen auch die Einnahmen aus dem Wettbüro bei, wo alle Besucher auf eines der beiden Teams setzen konnte und bei richtiger Prognose sogar selbst einen schönen Tombola-Preis mit nach Hause nehmen konnten. Dazu hatten die Partisanen auch wieder die beliebte Blinker-Bude im Einsatz. Sie selbst sorgten zudem mit 400 Euro für den finanziellen Grundstock. Eberhard Nockemann konnte gestern Morgen nach dem Kassensturz voller Freude und auch mit Stolz mitteilen, dass mit rund 1300 Euro ein neuer Rekorderlös zu verzeichnen war. Dieser Betrag soll demnächst jeweils zur Hälfte an die beiden Kindergärten als Spende zur freien Verfügung vergeben werden. Der Einsatz aller hat sich also wieder einmal voll und ganz gelohnt.

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