Junge Union nimmt ihre Arbeit auf

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Der amtierende Vorstand der JU Meinerzhagen mit „Rückendeckung“ (v.li.) Pascal Freyer, Benjamin Nolte, Bernd Schulte, Simon Trambacz, Joschua Märker, Lukas Schmitt, Axel Oehm und Lukas Gierak. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Junge Leute haben kein oder nur wenig Interesse an Politik? Das dem nicht so ist, beweist die Junge Union in Meinerzhagen, die sich jetzt neu formierte.

In früherwachtem politischen Interesse nahm sogar ein 13-Jähriger an der Jahreshauptversammlung im „La Provence“ teil, bei der die hiesige Junge Union am Freitag ihren „Winterschlaf“ für beendet erklärte. Die Reaktivierung und quasi Neugründung erfolgte auf der Basis von 16 stimmberechtigten Mitgliedern. Den nun amtierenden Vorstand bilden Lukas Schmitt (1. Vorsitzender und Pressesprecher), Lukas Gierak (Stellvertreter), Simon Trambacz (Geschäftsführer und Schatzmeister) sowie die Beisitzer Pascal Freyer und Benjamin Nolte. Thorsten Stracke und Stefan Domke sind als Kassenprüfer gewählt.

Heiße Phase im

NRW-Landtagswahlkampf

Ortsverbandsvorsitzender Axel Oehm stimmte den politischen Nachwuchs sogleich auf die heiße Phase des Landtags-Wahlkampfes ein. Die Junge Union, der er selbst von 15. bis zum 35. Lebensjahr angehörte, sei „ein wichtiger Bestandteil der CDU“. Die stelle hier seit 25 Jahren das jeweils jüngste Ratsmitglied. „Wer anpackt, hat eine faire Chance in die Arbeit eingebunden zu werden“, zeigte er am Beispiel des 19-Jährigen Simon Trambacz auf, der sich aktuell im Rat als sachkundiger Bürger einbringe. „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Abend und blicke positiv in die Zukunft“, bekundete der frisch gewählte JU-Vorsitzende, der auf Kreisebene Geschäftsführer der JU Mark ist, in seinem ersten Statement. „Wir werden uns am Wahlkampf beteiligen. Wir können hier vor Ort und auch für Deutschland was bewirken, den Grundstein legen für unsere Zukunft“, so Schmitt. „Wir sind später diejenigen, die aktiv gestalten, um unser Land voranzubringen.“

Aus der JU rekrutiert sich

der Nachwuchs der CDU

Die Initialzündung zum jetzigen Neustart sei übrigens die Gründung der Jungen Grünen während des Kommunalwahlkampfes gewesen.

„Die Junge Union hat in Meinerzhagen viele gute Leute hervorgebracht, hier rekrutiert sich der Parteinachwuchs“, lobte der CDU-Kreisvorsitzende und MdL Bernd Schulte. Alle Register des erprobten Wahlkämpfers auf regionaler Ebene zog er mit Blick auf die Landtagswahl am 9. Mai. Er prognostizierte ein Kopf-an-Kopf-Rennen der gegnerischen Lager. „Ausschlaggebend wird sein, wie die Linken abschneiden. Wir müssen die SPD zwingen, vor der Wahl eine Koalitionsaussage zu machen. Der Wahlausgang ist für das Land von entscheidender Bedeutung“, hob er hervor. Wenn auch das „Berliner Erscheinungsbild von Schwarz-Gelb“ nicht dazu angetan sei, eine Vorbildfunktion zu übernehmen, so habe sich mit dem Regierungswechsel in NRW vieles verbessert. Die Schulpolitik führte seine Positivliste an: 8000 neue Lehrer eingestellt, Ganztagsschulen befördert. Die bewährte Realschule sei gottlob von den Bildungsreformern „vergessen“ worden, das Gymnasium unverzichtbar. Die Gemeinschaftsschule sei keine Alternative. „Jedermann muss wissen, dass man mit der Hauptschule nicht die Hauptschüler abschafft.“ Bei einem Wechsel zur Gemeinschaftsschule müssten zunächst die zwei Systeme nebeneinander laufen. Für den NRW-Arbeitsmarkt bilanzierte Schulte 200 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mehr als bei Regierungsübernahme; trotz Krise. Die bedinge indes die neuen Schulden. Gewaltige Neuerungen in Infrastruktur, Gebäude und Pflegeeinrichtungen erfordere der demographische Wandel. Bis 2030 werde die Bevölkerung landesweit um eine Million schrumpfen und jeder dritte Einwohner über 60 Jahre alt sein.

Bis 2030 wird es Verlierer

und Gewinner geben

Es werde Gewinner- und Verlierer-Regionen geben. Zu ersterem rechne man die „Rheinschiene“, während der Märkische Kreis, und hier insbesondere die „Lenneschiene“, für die es bereits „30 Jahre nach Zwölf“ sei, zur Verlierer-Region werde. Damit es keine Experimente auf Regierungsebene gebe, gab Schulte schließlich die Losung aus: „Wir müssen in den nächsten sieben Wochen stramm in die Pedale treten!“ ▪ As

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