Im Jugendzentrum „Kairos“ geht es wieder rund

+
Das Jugendzentrum „Kairos“ an der Genkeler Straße öffnet nach einer längeren Pause am Freitag wieder seine Türen.

MEINERZHAGEN - Kristine Ritterbusch ist Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen. Und auf Freitag freut sich die 27-Jährige ganz besonders. Denn: Nach einer krankheitsbedingten Pause von einem Vierteljahr öffnet das Jugendzentrum „Kairos“ an der Genkeler Straße wieder seine Pforten.

Von Jürgen Beil

„Nachwuchsarbeit“ ist für die evangelische Kirche existenziell, das Ziel ist in Zeiten immer kleiner werdender Gemeinden klar formuliert: Kinder und Jugendliche sollen verstärkt in das Gemeindeleben integriert werden. Und genau das ist eine Aufgabe des „Kairos“ und seiner Mitarbeiter. Dabei soll nicht mit der Bibel in der Hand missioniert werden, der Kontakt zur Kirche erfolgt eher zwanglos und in lockeren Gesprächen. Das ist der Theologin Kristine Ritterbusch auch besonders wichtig: „Doch natürlich sind wir eine kirchliche Einrichtung. Das zeigt sich auch dadurch, dass wir im CVJM-Heim untergebracht sind. Und es ist uns auch ein Anliegen, darauf zu achten, dass selbst 18-Jährige bei uns keinen Alkohol konsumieren und nicht rauchen.“

Alles andere ergibt sich für die Meinerzhagenerin mit Erzieherinnen-Ausbildung quasi von selbst. „Gespräche“ heißt das Zauberwort, das den emotionalen Zugang zu den Besuchern ermöglichen soll. „Ich bin selbst gläubig und in der Kirche aktiv“, erzählt Kristine Ritterbusch. Und eben diese Einstellung wird sie im Kontakt mit den Gästen – die übrigens mindestens 13 Jahre alt sein sollten – auch nicht verheimlichen. „Vielleicht haben sie dann ja irgendwann Lust, auch eine Gruppe der Gemeinde, wie zum Beispiel den Mädchenkreis, zu besuchen“, überlegt die Theologin.

Zunächst steht im „Kairos“ ab Freitag aber wieder der Spaß im Vordergrund: Ab 18 Uhr ist jeder Jugendliche eingeladen, vorbei zu kommen. „Im Jugendtreff besteht dann die Möglichkeit, sich mit anderen Jugendlichen zu treffen, miteinander zu quatschen, Billard zu spielen und vieles mehr. Für jeden sollte etwas dabei sein. Außerdem kann man für kleines Geld Getränke, Baguettes oder Schokoriegel kaufen. Über jeden – auch neuen – Besucher freuen wir uns“, erläutert die Jugendreferentin.

Wem es dann im „Kairos“ gefallen hat, der darf gerne wiederkommen. „Für die Zukunft planen wir auch Specials wie eine Filmnacht mit Übernachtung oder beispielsweise X-Box-Abende. Im Sommer könnten wir auch im Außenbereich grillen“, hat Kristine Ritterbusch schon viele Ideen, die sie nun gemeinsam mit den Gästen umsetzen möchte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare