Awo hilft jungen Migranten

+
Freuen sich, dass der Jugendmigrationsdienst jetzt im „Mittendrin“ berät, von links: Awo-Unterbezirks-Vorstandsmitglied Rainer Schmidt, Awo-Sozialpädagogin Melanie Arndt, Awo-Fachbereichsleiter Meinolf Remmert, Awo-Ortsvorsitzender Rolf Puschkarsky und Mittendrin-Mitarbeiterin Martina Bettinger.

Meinerzhagen - Die Unsicherheit bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund ist oft groß.

Was tun nach der Schule? Wer kann mir beim Umgang mit Behörden helfen? Wie bekomme ich Kontakt? Wo kann ich ausländische Zeugnisse in Deutschland anerkennen lassen? Ich habe Probleme in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis. Wer hilft mir? Und nicht zuletzt: Was muss ich tun, um mich zu integrieren? In Meinerzhagen gibt es jetzt ein Angebot, das wöchentlich an jedem Freitag Menschen anspricht, die diese oder ähnliche Fragen haben. Der Jugendmigrationsdienst der Awo wird dann von 12 bis 14 Uhr im Sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“ vertreten sein.

Die Sozialpädagogin Melanie Arndt wird im Rahmen der Sprechstunden zur Verfügung stehen, sie ist Kontaktperson für alle Ratsuchenden. Zuständig ist die Awo-Mitarbeiterin auch für die Städte Kierspe, Werdohl und Plettenberg, wo sie eigene Beratungen anbietet.

Der offizielle „Angebotskatalog“ des Jugendmigrationsdienstes ist groß: „Beratung bei Fragen zur Bildung, Schule, Berufsfindung, Ausbildung und Arbeitsfindung, Integrationskurse; Hilfen im Umgang mit Behörden wie Jobcenter oder Ausländeramt; Sozialpädagogische Begleitung bei dem Besuch eines Integrationskurses; Beratung bei familiären und persönlich Problemlagen; Hilfestellung bei der Anerkennung von Zeugnissen; Gruppenangebote; Sprach- und Kommunikationstraining; Berufsorientierung“ – das alles leistet Melanie Arndt – und sie ist bestens vernetzt, kann also auch andere Hilfsangebote vermitteln.

Zwölf- bis 27-jährige Migranten und deren Eltern, das ist die Zielgruppe des Dienstes. „Dass wir diese Beratung nun ebenfalls unter dem Dach des ,Mittendrin’ machen können, freut uns sehr“, begrüßt Awo-Ortsvorsitzender Rolf Puschkarsky die Ausweitung der Angebote in der Einrichtung am Prumbomweg. Dass es für die Hilfesuchenden darüber hinaus kostenlos ist, weil vom Bund gefördert, finden alle Beteiligten wichtig. „Alles basiert auf Freiwilligkeit und wir unterliegen der Schweigepflicht. Alles was besprochen wird, wird sehr vertraulich behandelt und Datenschutz ist für uns selbstverständlich“, erläutert Melanie Arndt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare