Keine Infoveranstaltung geplant

Meinerzhagener Jugendherberge ist als Notunterkunft bezugsbereit

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In der Jugendherberge an der Bergstraße werden ab Donnerstag kommender Woche 144 Flüchtlinge untergebracht.

Meinerzhagen - 144 Flüchtlinge werden ab 1. Oktober in die Jugendherberge an der Bergstraße einziehen, die dann für vier Monate als Notunterkunft dienen soll. In diesem Zusammenhang nahm Bürgermeister Jan Nesselrath auf MZ-Anfrage Stellung zu Details, die die Unterbringung der hilfesuchenden Menschen betreffen.

Eine Verlängerung der bis 31. Januar 2016 laufenden Vertragszeit zwischen Bezirksregierung und Jugendherbergswerk sei derzeit nicht vorgesehen, so das Stadtoberhaupt.

Nach derzeitigen Planungen sollen die Asylbewerber etwa für zwei Wochen in der Jugendherberge bleiben. „Dort werden sie zunächst grundlegend versorgt, registriert und medizinisch untersucht, bevor sie für die Dauer ihres Asylverfahrens in einer anderen Kommune untergebracht werden“, erläutert der Bürgermeister.

Laut Nesselrath werden Mitarbeiter von „European Homecare“ im Auftrag der Bezirksregierung die Versorgung und Betreuung der Menschen rund um die Uhr übernehmen. Der Bürgermeister weiter: „Zu ihren Aufgaben gehören die Koordination der Zimmerbelegung, die ärztliche, hygienische und soziale Betreuung und Beschäftigungsangebote sowie die Auszahlung von Taschengeld.“ Das Essener Unternehmen war zuletzt in Burbach aufgrund gewalttätiger Übergriffe in die Schlagzeilen geraten.

Die Verpflegung und Instandhaltung von Zimmern und Haus sollen Mitarbeiter der Jugendherberge als Vertragspartner der Bezirksregierung übernehmen. Eine Schulpflicht für die Kinder, die in die Notunterkunft kommen, bestehe nicht: Sie würden die Schule in der Gemeinde besuchen, in der sie im weiteren Verlauf untergebracht werden.

Zwar übernehme das Land die Verantwortung für die Herberge und die dort untergebrachten Menschen. „Gleichwohl ist es für uns selbstverständlich, die Menschen, die nach zum Teil wahren Odysseen hier bei uns angekommen sind, in unserer Mitte aufzunehmen“, so Bürgermeister Jan Nesselrath.

Die Frage, ob es in diesem Zusammenhang eine Info-Veranstaltung für Bürger gebe, blieb bisher unbeantwortet.

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