Jugendherberge neue Heimat der Eheleute Sieben

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Wollen in eine attraktive Zukunft starten: Die Eheleute Sieben (l.) und die übrigen Mitarbeiter. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Mannschaft ist komplett, das „Spiel“ kann beginnen – beziehungsweise fortgesetzt werden.

In der Jugendherberge an der Bergstraße soll jetzt Kontinuität einziehen, nachdem der Nachfolger von Dirk Filzen in der Herbergsleitung, Marc Rudolphi, nach einem kurzen „Gastspiel“ schnell das Handtuch warf.

Zunächst übernahm danach der 41 Jahre alte Oliver Feußner die Verantwortung für die Meinerzhagener Einrichtung. Er ist bereits Chef der Jugendherberge in Finnentrop-Heggen und wird das auch bleiben. Gemeinsam mit seiner Partnerin Melanie Jaeger, in Finnentrop stellvertretende Herbergsleiterin, wird er auch die Geschicke des Hauses in Meinerzhagen leiten. In die hauseigene Wohnung an der Bergstraße ziehen beide aber nicht ein – hier sind künftig Jürgen Sieben (53) und seine Ehefrau Gertrud (52) zuhause. Beide wurden heute als Assistenten der Geschäftsleitung vorgestellt – das Ehepaar Sieben wird also künftig in der Volmestadt das „Vor-Ort-Geschäft“ abwickeln, dabei wird es unterstützt von vier Mitarbeiterinnen und drei Reinigungskräften.

Für Jürgen und Gertrud Sieben geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „So etwas haben wir uns schon lange vorgestellt. Im April wurden wir von einem Bekannten aus Kierspe über den Artikel in der MZ informiert. Darin war zu lesen, dass ein Ehepaar gesucht wird, das in die Jugendherberge einzieht und in Meinerzhagen die Assistenz der Geschäftsleitung übernimmt. Da haben wir uns sofort gemeldet – und jetzt sind wir hier“, freuen sich beide immer noch, dass sie den Zuschlag bekamen.

Jürgen und Gertrud Sieben zogen in den vergangenen Wochen um, von Jüchen bei Grevenbroich an die Bergstraße. Restaurantfachmann und Koch, diese beiden Berufe hat der 53-Jährige gelernt. Ehefrau Gertrud ist ausgebildete Krankenpflege-Helferin. Zusammen waren sie beinahe 25 Jahre lang in der Gastronomie tätig, in Mönchengladbach führten sie gemeinsam die Gaststätte „Ratsstuben“.

Meinerzhagen fanden beide auf Anhieb sympathisch: „Natürlich ist Mönchengladbach eher eine Großstadt und hier geht es eher ländlich zu – aber genau so etwas haben wir gesucht“, sind beide rundum zufrieden. „Das passt hier alles wie das Tüpfelchen auf dem i. Die Landschaft ist reizvoll, unsere Ausbildung ist für die Aufgabe passend und wir haben durch die Stelle Kontakt mit Menschen“, freut sich Familie Sieben auf die Zukunft. Dass sie künftig keinen geregelten Acht-Stunden-Tag haben werden, stört beide wenig: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Damit haben wir beide kein Problem. Blauäugig gehen wir diese Stelle deshalb nicht an.“ ▪ beil

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