Jugendherberge: Mehr Übernachtungen

Peter Schär leitet die Jugendherberge an der Bergstraße. Er sieht die Einrichtung auf dem richtigen Weg. - Archivfoto: Beil

Meinerzhagen - „Die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.“ Das schreibt Wolfgang Büttner, Geschäftsführer des Jugendherbergswerkes. Die Einrichtung an der Meinerzhagener Bergstraße schließt er in dieses Fazit mit ein. Denn: Sowohl die Übernachtungs- als auch die Gästezahlen stiegen dort im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr an.

Von Jürgen Beil

Kamen 2013 noch 2527 Gäste in die Meinerzhagener Herberge, waren es im gerade abgelaufenen Jahr 2956. Bei den Übernachtungen ging es 2014 ebenfalls aufwärts, im vergangenen Jahr wurden davon exakt 6945 gezählt – 2013 waren es nur 6535.

Peter Schär leitet das Haus in Meinerzhagen, von Freudensprüngen ist er angesichts der neuesten Zahlen allerdings weit entfernt. „Die Tendenz ist erfreulich, aber gut wäre anders“, bleibt er zurückhaltend. Eigentlich hatten er und sein Team an der Bergstraße 2014 mit rund 7500 Übernachtungen gerechnet. „8000 bis 9000 wären dann wirklich gut gewesen“, meint Schär. Für die eher moderate Steigerung der Gäste-Zahlen gibt es nach Schärs Ansicht auch Gründe. Einer davon sei die Unsicherheit gewesen, die vor allen Dingen im ersten Halbjahr 2014 bezüglich der Budgets für Klassenfahrten bestanden habe.

Am bestehenden Konzept für die Jugendherberge oberhalb von Stadion und Freibad will Schär aber unbedingt festhalten: „Dass wir uns als Sportjugendherberge aufgestellt haben, war richtig. Und auch die Kooperation mit der Einrichtung an der Biggetalsperre in Olpe bringt uns einige Synergieeffekte“, hebt Schär hervor. Nicht zuletzt war es auch der Anschluss von Meinerzhagen an das Bahnnetz, der dem Herbergsleiter in die Karten spielte. „Vor allen Dingen bei Gästen aus dem Großraum Köln können wir damit punkten. Weil neben Sportgruppen vor allen Dingen Schulklassen zu uns kommen, ist der Hinweis auf die Erreichbarkeit mit der Bahn ein echtes Argument“, hat Schär herausgefunden. „Und deshalb bewerben wir einige Schulen in Köln jetzt auch ganz offensiv“, erläutert er und fügt hinzu: „Traditionell kommt der größte Teil der Besucher jedoch nach wie vor aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern um Meinerzhagen herum. Und durch die nahe A 45 sind wir über die Autobahn auch gut für Gäste aus dem Ruhrgebiet zu erreichen.“

„Deutlich mehr als 7000 Übernachtungen“ hält Schär angesichts der vielen Standortvorteile in diesem Jahr für nicht unrealistisch. „Die Richtung stimmt jedenfalls“, bilanziert er vor Beginn der neuen Saison.

Die neuen Zahlen

Die Häuser des Jugendherbergswerkes in Westfalen-Lippe, die im Jahr 2014 die höchsten Übernachtungszahlen hatten: Münster (53 670), Dortmund (40 020), Möhnesee (35 899), Burg Bilstein (35 412) und Bochum (29 920). Die wenigsten Übernachtungen wurden gezählt in: Höxter (6098), Schmallenberg (6632/Ende 2014 geschlossen), 6812 (Altena/Burg), Meinerzhagen (6945) und Dorsten-Wulfen (7501).

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