Jugendherberge hat einen neuen Leiter

Oliver Feußner will neuen Schwung in die Jugendherberge bringen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die „Hängepartie“ hat ein Ende. Die Jugendherberge an der Bergstraße bekommt einen neuen Leiter. Der 41 Jahre alte Oliver Feußner hält ab sofort die „Fäden“ in der Hand.

Feußner ist bereits Chef der Einrichtung in Finnentrop-Heggen – und das wird er auch bleiben. Der in Rothenburg an der Fulda geborene Vater von vier Söhnen soll künftig für beide Jugendherbergen verantwortlich sein. Feußner wird aber nicht in die hauseigene Wohnung in der Volmestadt ziehen. Die 120 Quadratmeter großen Räumlichkeiten soll stattdessen sein Assistent beziehen, der muss allerdings noch gefunden werden. „Wir suchen nach einem Angestellten, der idealerweise Koch ist und mit seiner Partnerin hier einzieht.“ Bis es so weit ist, wird der Betrieb dennoch laufen. Denn: Ab 16. April hat der „Leerstand“ ein Ende. „Zunächst wird ein Koch aus Heggen in Meinerzhagen aushelfen. Und auch ich werde regelmäßig hier sein. Am Anfang für vier bis fünf Wochentage, später vielleicht drei bis viermal pro Woche“, hat sich Feußner vorgenommen.

Nachdem Dirk Filzen die Herberge auf die Erfolgsspur gebracht hatte, übernahm Marc Rudolphi das Haus. Er war nur wenige Monate Herbergsleiter – dann warf er „das Handtuch“. Feußner, der mit Filzen befreundet ist, will nun wieder für Kontinuität in Meinerzhagen sorgen. „Ich möchte die Übernachtungszahlen erreichen, die Dirk Filzen einmal hatte“, hat er sich vorgenommen. Und dazu wurde bereits ein Konzept entwickelt, das jetzt mit Leben gefüllt werden muss. „Wir werden das Haus in eine Sport-Jugendherberge umwandeln“, erläuterte der „Neue“ heute im Gespräch mit der MZ.

Wie das genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Fakt ist für Feußner jedoch, dass die Infrastruktur in der nahen Umgebung genutzt werden muss. „Wir haben hier super Voraussetzungen. Das Stadion ist nah, ebenso das Freibad. Und auch die Schanze möchte ich gern in unsere Planungen einbauen“, hat Feußner überlegt. Dass der Schwerpunkt auf den Bereich „Sport“ gelegt wird, ist kein Wunder. Der neue Leiter läuft Marathon, trainiert die C-Jugend des SV Heggen und war selbst als Fußballer in der Landesliga für Hessen Kassel aktiv. Und auch das Fahrradfahren gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen des „Modellathleten“, der im Urlaub schon einmal von München nach Bremerhaven „radelt“. Natürlich will Feußner im Vorfeld Gespräche mit der Stadt führen, um auszuloten, was in Meinerzhagen möglich ist: „Denn so etwas geht nur in Zusammenarbeit mit der Stadt.“

Die Jugendherberge in Heggen hat als Alleinstellungsmerkmal den Schwerpunkt „Gesundheit“, Meinerzhagen betont künftig den sportlichen Aspekt. Oliver Feußner sieht sich dabei als aktiven Part – für das Management ist seine Partnerin Melanie Jaeger zuständig. Büroarbeit ist nämlich nicht gerade das „Steckenpferd“ des Neuen, der gelernter Koch und Restaurantfachmann ist. „Das hier in Meinerzhagen ist bereits meine 14. Arbeitsstelle. Ich habe in den zurückliegenden Jahren bewusst häufig den Job gewechselt, um Erfahrungen zu sammeln. Jetzt habe ich vier Söhne im Alter zwischen drei und 16 Jahren.“ Lasse, Niklas, Yannick und Kevin sind auch der Grund dafür, dass Oliver Feußner schließlich „sesshaft“ wurde – vor dem Job in Heggen war er als „Food-and-Beverage-Manager“ in Niederaula tätig. „Doch das war für mich persönlich mit zu viel Bürotätigkeit verbunden“, erklärt er. In Meinerzhagen sucht Feußner den direkten Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Und das ist für ihn auch der schönste Aspekt an seinem Job als Herbergsleiter.

Dass an der Bergstraße ein Neuanfang unternommen werden soll, das möchte Feußner auch optisch betonnen: „Die Herberge an sich bietet tolle Voraussetzungen, der Speisesaal beispielsweise ist toll. Doch die grauen Platten an der Außenfassade sind alles andere als schön. Dagegen wollen wir etwas tun.“ Eine neue Fassade ist eine Alternative – doch auch Farbe soll ins Spiel kommen. „Etwa im Eingangsbereich. So wie das jetzt aussieht, geht das gar nicht“, steckt Oliver Feußner voller Tatendrang. ▪ beil

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