Jugendfeuerwehr übt an der Lister

Ein Kamerad schlüpfte in den Überlebensanzug – und musste danach aus der Lister gerettet werden. - Foto: Müller

MEINERZHAGEN - Nicht Feuer, sondern das Element Wasser stand bei einer Übung der Jugendfeuerwehr Meinerzhagen im Mittelpunkt, denn auch die Wasserrettung gehört zu den vielfältigen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr.

Von Luitgard Müller

Während die zehn jüngsten Mitglieder der Jugendfeuerwehr in der Listerhalle Grundlagenübungen absolvierten, rückten 15 Jugendliche zum Anlegesteg in der Nähe der Kalberschnacke aus. Dabei hatten sie ein Tanklöschfahrzeug, das mit drei Mann besetzt werden kann und mit der Zusatzbeladung für eine Wasserrettung ausgestattet ist, sowie einem Motorboot. Beide sind wegen der Nähe zur Listertalsperre bei der Löschgruppe Haustadt stationiert. Die Leitung der Übung hatten die erst kürzlich ernannten Jugendwarte Christoph Sauer und Mark Sikora sowie Jens Sauer, der den Jugendlichen vor Ort die Ausrüstungsgegenstände des TLF und ihren Gebrauch erläutere. „In den vergangenen Jahren haben wir die Ausrüstung immer mal wieder aufgestockt“, sagte Sauer.

Das Fahrzeug verfügt heute über einen Lichtmast, einen Beleuchtungsballon, ein Spineboard, eine Plane, Schwimm- und Feststoffwesten, Überlebensanzüge, Bojen, Funkgeräte und Rettungsringe.

Beim Einsatz auf dem Wasser seien aus Sicherheitsgründen dünne Hosen und Jacken zu tragen, aber kein Helm. Das Sagen habe stets der Bootsführer, machte der Jugendwart klar.

Anschließend folgte der Theorie die Praxis. Mit vereinten Kräften wurde das Boot zu Wasser gelassen, die Schwimm- und Feststoffwesten wurden angelegt, und zwei Jugendliche zogen die dick gepolsterten Überlebensanzüge an und begaben sich ins kühle Nass.

„Bei diesen Übungen können sich die Jugendlichen mit dem Gebrauch der Ausrüstung vertraut machen, und wir können gleichzeitig testen, ob alles noch funktionstüchtig ist“, merkte Jens Sauer an. Und schon bald zeigte sich, dass das auch notwendig ist. Denn ein Überlebensanzug erwies sich schnell als undicht. Eine Reißverschlussnaht hatte nachgegeben, Wasser drang ein, und sein Träger musste von den Kameraden im Boot zügig wieder zurückgebracht werden und hatte einige Mühe ans Ufer zu klettern. Dabei zeigte sich auch ein Manko in der Ausrüstung: Handtücher gehören nicht dazu.

Kevin aus Mühlheim, der zurzeit mit seiner Familie an der Listertalsperre einige freie Tage verbringt, verfolgte gespannt das Geschehen. Und auch er hatte, wie alle Übungsteilnehmer, die Gelegenheit im Boot mitzufahren. Sei Fazit: „Ich will auch Feuerwehrmann werden.“

Detaillierte Informationen für alle, die sich ebenfalls für die Meinerzhagener Jugendfeuerwehr interessieren, gibt es übrigens jetzt auch im Internet unter facebook.de/jugendfeuerwehrmeinerzhagen.

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