Bundeswehr spielt zum Musikfreunde-Jubiläum

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Die Festfolge zum Jubiläum der Musikfreunde Schreibershof wurde am Donnerstag mit einem Konzert des Musikkorps der Bundeswehr in der Stadthalle eröffnet.

Meinerzhagen - Staatsoberhäupter und Tausende von Menschen im In- und Ausland hat das Musikkorps der Bundeswehr bereits in seiner 50-jährigen Geschichte begeistert und dabei rund sieben Millionen Euro eingespielt.

Am Donnerstagabend stellte es sein Können in den Dienst der Jugendarbeit der Musikfreude Schreibershof, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Diesen ersten musikalischen Höhepunkt im Jubiläumsjahr, dem noch weitere folgen werden, wollten sich rund 670 Freunde konzertanter und sinfonischer Blasmusik nicht entgehen lassen, so dass die Stadthalle nahezu ausverkauft war.

Thomas Halbe, der Vorsitzende der Musikfreunde Schreibershof, die eine langjährige Freundschaft mit dem Musikkorps der Bundeswehr verbindet, begrüßte die Gäste zum Benefizkonert in der Stadthalle. Er zeigte sich erfreut über das Wiedersehen mit zwei ehemaligen Mitgliedern, den Zwillingen Kirsten und Marc Siewer, die heute zum Musikkorps gehören.

Mit dem schwungvollen Oswald Boelcke-Marsch stimmten die 60 Musiker unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling auf das Konzert ein. Er stammt aus der Feder von Stabsfeldwebel Guido Rennert, der sich als Komponist und Arrangeur international einen Namen gemacht hat und den ersten Konzertteil prägte. Denn er schrieb auch das Arrangement zur Akademischen Festouvertüre, mit der sich Johannes Brahms für die ihm von der Universität Breslau verliehene Ehrendoktorwürde bedankte, sowie die sinfonische Dichtung „Hamburg – Das Tor zur Welt“. Damit erinnert er an bewegende Momente in der Geschichte der Freien Hansestadt und lässt sich von Hamburger Urgesteinen mit den dortigen Bräuchen vertraut machen. Das narrative Element wird dabei von einem volksliedhaft gespielten Akkordeon übernommen, bei dem Hauptfeldwebel Slawomir Lackert die Tasten bediente.

Auch der zweite Konzertteil begann mit einem Marsch: „Die dritte Dimension“, komponiert von Sebastian Middel. In eine andere Dimension des Tubaspiels führte die Zuhörer dann Hauptfeldwebel Daniel Ridder, ein aus Olpe stammender Sauerländer. Beim anspruchsvollen und effektreichen Stück „Fnugg Blue“ des Norwegers Øystein Baadsvik produzierte der Solist auf seinem Instrument gekonnt auch Beatbox- und Digeridooklänge.

Das Finale der 3. Sinfonie von James Barnes schloss sich an, die der Komponist selbst als „die Tragische“ bezeichnet, wie Dirigent Christoph Scheibling, der mit vielen Informationen zu den Musikstücken durch das Programm führte, erläuterte. Denn mit ihr brachte er auch seine Trauer über den Tod seiner kleinen Tochter Nathalie zum Ausdruck. Das Allegro Giocoso, das das Musikkorps am Donnerstag interpretierte, spiegelte allerdings seine neu aufkeimende Hoffnung und Zuversicht wider, die ihm die Geburt seines Sohnes Billy bescherte.

Mit einer Hommage an Freddie Mercury und die Rockband Queen mit vielen Zitaten aus ihren Welthits klang das Konzert am Donnerstagabend aus, das von den Zuhörern mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde. Die Musiker bedankten sich dafür ihrerseits mit dem Schreibershofer Schützenmarsch, der anschließend von 670 Kehlen inbrünstig mitgesungen wurde.

Übrigens: Mit einem großen Musikfest auf dem Schützenplatz in der Ortschaft Schreibershof werden die Musikfreude ihre Festfolge zum Jubiläumsjahr am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April, fortsetzen.

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