Jod-Tabletten sind nicht gefragt

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Margit Noack, Chefin der Birkeshöh-Apotheke, verzeichnet keine erhöhte Nachfrage nach Jod-Tabletten. ▪

MEINERZHAGEN ▪ In Japan steigt die Nachfrage nach Jod-Tabletten.

Eingenommen werden nach der Atom-Katastrophe in Fukushima unglaubliche Dosen, laut ZDF Einzelgaben bis zu 130 Milligramm. „Eine Tablette reicht dabei aus, um die Menschen vor einer möglichen gesundheitlichen Folge durch radioaktive Strahlung zu schützen, nämlich Schilddrüsenkrebs“, wird berichtet.

Durch Luftströmungen und Waren aus Japan, so die Befürchtungen, könnte bald auch Deutschland durch atomare Partikel bedroht sein – wenn auch weit weniger als Japan und die unmittelbaren Nachbarn.

Steigt deshalb die Nachfrage nach Jod-Tabletten in Meinerzhagen? Nach den Erfahrungen von Margit Noack, Chefin der Birkeshöh-Apotheke, ist das überhaupt nicht der Fall – obwohl beispielsweise das Mittel „Jodid“ frei verkäuflich ist. „Die Dosierung einer Tablette liegt hier allerdings nur bei etwa 0,2 Mikrogramm. Genommen wird Jodid bei Schilddrüsenerkrankungen und in der Schwangerschaft. Niemand wollte es bisher als Prophylaxe wegen der Katastrophe in Japan haben“, berichtet die heimische Apothekerin. Vor einer solchen Verwendung warnt Margit Noack auch eindringlich: „Dann werden nämlich zu viele Schilddrüsenhormone gebildet – und das kann ernste Folgen haben.“ ▪ beil

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