"Kosmetische" Nachbehandlung an der Jesus-Christus-Kirche

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Die Schallöffnung ist wieder im Original-Zustand, was fehlt ist die Farbe.

Meinerzhagen - Die neuen Glocken der Jesus-Kirche läuten seit etwa einem Jahr, das Großprojekt konnte mithilfe von Spenderin Hannelore Luda erfolgreich gestemmt werden. Doch damit sind die Arbeiten an der Jesus-Christus-Kirche noch nicht beendet.

Noch in diesem Jahr stehen weitere Maßnahmen an, die an dem Meinerzhagener Wahrzeichen im Herzen der Stadt vorgenommen werden sollen. Und wieder ist dabei der Glockenturm im Fokus. 

Rückblick: Im Oktober 2018 mussten die drei alten, maroden und aus Gusseisen bestehenden Glocken abgebaut werden. Dazu erweiterten Arbeiter die sogenannte Schallöffnung im Turm. Das Loch wurde inzwischen wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Was fehlt, ist allerdings nach wie vor der finale Anstrich. Wann der genau aufgebracht werden kann, steht noch nicht fest. 

Friedrich-Wilhelm Schnöring ist Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde. Er weiß, wie der „Fahrplan“ in Sachen Glockenturm aussieht: „Wir werden am Turm erneut ein Gerüst anbringen müssen. Das ist nötig, weil wir im Zuge des Glocken-Austauschs festgestellt haben, dass die Schiefer-Eindeckung des Turmhelms marode ist. Wenn dieses Gerüst angebracht ist, können wir auch den Anstrich an der Schallöffnung vornehmen. Geplant ist das alles noch für dieses Jahr.“ 

Ein kleines Fragezeichen bleibt allerdings. Die Schieferplatten des Turmes sind zwar brüchig, doch Eile ist nicht unbedingt geboten, da es laut Schnöring bisher noch nicht zu Undichtigkeiten gekommen ist. Deshalb kann es sein, dass die neue Eindeckung noch etwas auf sich warten lässt. Sollte zu viel Zeit vergehen, könnte der Anstrich auch vorgezogen und mithilfe eines Hubwagens vorgenommen werden. Da es sich dabei lediglich um Arbeiten handelt, die optischer Natur sind, drängt die Zeit nicht. 

Irgendeine weiße Farbe können die Bauherren übrigens nicht verwenden. Friedrich-Wilhelm Schnöring erläutert: „Es handelt sich um eine sogenannte Keim-Farbe, die aufgebracht werden soll.“ Laut Hersteller zeichnet die sich aus durch ausschließlich mineralische Inhaltsstoffe. 

Markus Fischer, Pressesprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), erläutert, dass es in einem Fall wie dem an der Jesus-Christus-Kirche keine konkreten Vorgaben der Denkmalbehörde gibt, was die Farbwahl betrifft: „Das ist jedesmal eine Einzelentscheidung. Es ist aber richtig, sich bei der Farbwahl an der restlichen Gebäudefläche zu orientieren. Werden andere Materialien gewählt, kann es optisch nicht passen oder es kommt zu unerwünschten Reaktionen. Wir hatten bereits Kenntnis von Fällen, in denen durch die falsche Wahl der Farbe das Holz darunter vergammelt ist. Gerade in den 80er Jahren wurde da viel ,verschlimmbessert’.“

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