Mensa ist Herzstück des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen

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Das Team des EGM-Mensavereins um den Vorsitzenden Uli Brüß (Vierter von rechts) und seinen Stellvertreter Raimo Benger (Dritter von links). An der Hauptversammlung nahm auch Schulleiter Sven Dombrowski (hinten, Mitte) teil.

Meinerzhagen - In zwei ganz unterschiedlichen Bereichen ist der Mensaverein des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM) aktiv.

Zum einen organisieren die Mitglieder die Bewirtschaftung der Mensa; zum anderen ist der Verein Besitzer und Betreiber der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach. „Im Bereich der Mensa wirtschaften wir natürlich gemeinnützig, die Photovoltaik aber stellt einen Wirtschaftsbetrieb dar“, beschreibt der 2. Vorsitzender Raimo Benger eine vor allem steuerrechtlich nicht ganz einfache Konstellation. Das eingespielte Vorstandsteam um den Vorsitzenden Uli Brüß hat diese Herausforderung jedoch gut im Griff. Während der Hauptversammlung am Mittwochabend – sie fand natürlich in der EGM-Mensa statt – wurde Bilanz gezogen und für das neue Wirtschaftsjahfr geplant. Dank der großen ehrenamtliche Unterstützung von Schülern, Eltern und Lehrern funktioniert der Mensabetrieb einwandfrei.

Im Schnitt nutzten laut Jahresbericht rund 100 Schülerinnen und Schüler pro Schultag das Angebot. An den ersten vier Tagen jeder Woche liefert die Küche aus dem Valberter Haus Nordhelle mittags die Gerichte an. Sie werden größtenteils aus regionalen Zutaten frisch zubereitet. Freitags bieten Oberstufenschüler mittags Pizza an. Zusätzlich gibt es eine bei den Schülern sehr beliebte Nudeltheke mit täglich wechselnden Soßen und eine Salatbar. Hinzu kommen ein von den Eltern organisierter Frühstücksservice sowie die von Oberstufenschülern betreute Kaffee-Lounge. Schulleiter Sven Dombrowski und seine Stellvertreterin Miriam Haarbach bezeichneten die Mensa beim Treffen am Mittwochabend als Herzstück der Schule. Vorsitzender Uli Brüß verwies auf den hervorragenden Zustand der Einrichtung. Der Mensaverein sorgt dafür, dass Ausstattung und Technik stets aktuell sind. So wurde jüngst im Ausgabebereich ein neuer Kombidämpfer für die optimale Temperierung der Essen installiert. Der Verein unterstützte zudem im letzten Jahr wieder Kinder aus finanzschwachen Familien. Dafür wurden rund 850 Essen bereitgestellt. Für die verhinderte Kassierin Jutta Hall informierte Kassenprüferin Dagmar Dierke über sehr solide Finanzen. Da ihr Sohn dieses Jahr die Schule abschließt, stellte Schriftführerin Iris Bonner ihre Amt zur Verfügung. Zur Nachfolgerin wurde Christine Eigner gewählt.

Wegen der eingangs dargestellten etwas komplizierten Struktur des Vereins mit der Teilfinanzierung des Mensabetriebs durch die Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom, ist der Vorstand auf die Unterstützung eines Steuerberaters angewiesen. Klaus Faulmann hat diese Aufgabe bislang ehrenamtlich übernommen. Da er in den Ruhestand geht, wird jetzt dringend ein Nachfolger gesucht. Im letzten Jahr hatte der Verein allerdings wenig Freude an der Sonnenergie. Die Anlage fiel über lange Zeit komplett aus. Wegen einer Verkettung unglücklicher Umstände wurde das nicht bemerkt. Es kam zu einem Jahresverlust von rund 8000 Euro. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, wird gerade ein Fachunternehmen mit der Fernwartung der Photovoltaikanlage beauftragt.

Bei der Zukunftsplanung wurde deutlich, dass der Vorstand etwas besorgt auf den gerade von der Landesregierung beschlossenen Wechsel zurück zum Abitur nach neun Jahren schaut. Schulleiter Sven Dombrowski bestätigte, dass dann im Kernbereich kein Nachmittagsunterricht mit Mittagspause mehr nötig ist. Allerdings sei an einigen Tagen weiterhin mit Nachmittagsangeboten im Wahlpflicht- oder AG-Bereich zu rechnen. Ganz überflüssig wird der Mensaverein so wohl nicht. „Dennoch muss der Vorstand beizeiten über eine mögliche Neuausrichtung nachdenken“, regte Vorsitzender Uli Brüß abschließend an.

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