Awo: Sichtbar – unverzichtbar

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Bürgermeister-Stellvertreter Rainer Schmidt (links) und Awo-Vorsitzender Rolf Puschkarsky. ▪

MEINERZHAGEN ▪ 40 Jahre Awo-Ortsverein – dieses freudige Ereignis wollen die vielen ehrenamtlich Aktiven nicht alleine feiern, sondern mit möglichst vielen der aktuell 477 Mitglieder und gemeinsam mit den Meinerzhagener Bürgern.

Wie der Ortsvereinsvorsitzende Rolf Puschkarsky am Samstag bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung im Foyer der Stadthalle mitteilte, wird es unter dem Motto “Sichtbar – unverzichtbar” einige herausragende Termine geben. Dazu zählt etwa das Sommerfest mit vielen Attraktionen am 6. Juli rund um den Awo-Treff.

Puschkarsky unternahm einen kurzen Ausflug in die Meinerzhagener Geschichte. Schon nach dem Krieg sei die Awo bis 1960 „in der sozialen Arbeit in vorbildlicher Weise tätig gewesen“. Die Umstände, die dazu führten, dass der Ortsverein zunächst wieder aufgelöst wurde, seien ihm nicht bekannt. 27 engagierte Bürger riefen den Ortsverein am 2. September 1973 bei einem Treffen in den „Meinhardusstuben“ erneut ins Leben. „Sieben von ihnen sind auch heute noch unter uns“, freute sich der Vorsitzende. So überreichten die beiden Vorsitzenden Rolf Puschkarsky und Helga Pierlings den Gründungsmitgliedern Jürgen Pietsch, Günter Wiedemann, Wilfried Bader und Hartmuth Grohs die Goldene Ehrennadel und eine Urkunde. Elisabeth und Adolf Kister sowie Walter Siegeler waren ebenfalls beim Startschuss vor 40 Jahren dabei, ließen sich am Sonntag jedoch entschuldigen.

Karin Löhr, Kreisvorsitzende der Awo, machte in ihrem Grußwort deutlich, wie wichtig die Angebote der Awo sind. „In einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht“, sei es besonders wichtig, sich für die Grundwerte der Awo, Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einzusetzen. „Man braucht Menschen die wissen, wo vor Ort Hilfe benötigt wird“, so Karin Löhr. Beispielhaft sei hierfür das Soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“ in Meinerzhagen. Neben dem Engagement vor Ort wolle die Awo sich als Mahnerin und Impulsgeberin in der Bundes- oder Landespolitik für die Belange der Menschen einsetzen und Missstände aufzeigen.

Bürgermeister-Stellvertreter Rainer Schmidt richtete der Versammlung herzliche Grüße von Bürgermeister Erhard Pierlings aus, der auf Dienstreise ist. In seinem Grußwort zum „40.“ dankte er den Aktiven für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für eine sozial gerechte Gesellschaft.“ Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone und der Landtagsabgeordnete der SPD, Gordan Dudas, würdigten in ihren Grußworten den selbstlosen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und das breite Angebot der Awo vor Ort.

In seinem Jahresbericht gab der Vorsitzende Rolf Puschkarsky einen Überblick über die Aktivitäten des Awo-Ortsvereins. „Die Besucherzahlen beim Freitagsfrühstück sind sehr gut“, so Puschkarsky. „Im Durchschnitt waren 52 Personen dabei. Das ist herausragend, eine ganz tolle Sache.“ Gleiches gelte für den Dienstagstreff, der 1902 Besucher anlockte. Beim Donnerstagstreff fanden sich im Schnitt 18 Teilnehmer ein, insgesamt wurden hier 771 Besucher gezählt. „Das Wochen-Programm ist abwechslungsreich und kompetent durchdacht“, wandte sich der Vorsitzende vor allem an Bärbel Buchwald, die die Wochentreffs zusammen mit vielen fleißigen Helfern und Helferinnen betreut.

Gut besucht sei auch die Wassergymnastik, die immer samstags mit Gisela Offermann stattfindet. 2012 wurden 415 Teilnehmer gezählt. Weitere Aktionen wie das traditionelle Zeltlager im Rahmen der Ferienspiele, mehrere Fahrten und die Jahresfahrt ins Elsass, ein Tag der offenen Tür, die Aktion R mit Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen, das bunte Sommerfest und weitere Treffen bereicherten die Angebotspalette des Ortsvereins und wurden gut angenommen. Eines der Aushängeschilder sei das Sonntags-Schlemmerfrühstück einmal im Monat. 593 Genießer ließen sich 2012 das „5-Sterne-Frühstück“ schmecken. Um den hohen Ansprüchen der Mitglieder und Gäste auch künftig gerecht werden zu können, müsse stetig um neue Mitglieder geworben werden. „Dass wir noch so gut dastehen ist nicht selbstverständlich“, so Puschkarsky. „Vor allem wenn man sieht, wie in anderen ehrenamtlichen Bereichen die Mitarbeit bröckelt und Helfer fehlen.“ Das Generationenprojekt „Miteinander – Füreinander“, das vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde, werde stark nachgefragt. Ehrenamtliche Fahrer bringen die Mitglieder zu Arztterminen in den Nachbarstädten, erledigen Einkäufe oder übernehmen kleine Handreichungen im Haushalt. Nicht zuletzt das Essen auf Rädern, das die Awo gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Gemeinde auf die Beine stellt, sei ein beeindruckendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Kassiererin Margit Ostermann gab schließlich einen kurzen Einblick in die Finanzen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Abschließend waren alle Mitglieder und Gäste zu einem Imbiss in den Awo-Treff eingeladen, wo man das Treffen in gemütlicher Runde ausklingen ließ. ▪ ps

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