Jahreshauptversammlung bei der Jagdgenossenschaft

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Der Vorstandstisch bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Valbert mit (von links) Lothar Budde, Andrea Hengstenberg und Günter Spelsberg. ▪

VALBERT ▪ Mit einer Vielzahl aufgelisteter Termine und Besprechungen im abgelaufenen Jagdjahr wartete Jagdvorsteher Lothar Budde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Eckern auf. In munterer 15er-Runde diskutierten die anwesenden Mitglieder der Jagdgenossenschaft (JG) Valbert die Ergebnisse der Vorstandsarbeit.

Für Wirbel sorgte zunächst die beabsichtigte offizielle Eröffnung der Kletterwand an der Lister im Juni des Vorjahres. „Es bedurfte mehrerer Anläufe und Hinweise an den Alpenverein, dass für eine solche Veranstaltung im Forst und betroffenen Jagdrevier behördliche Genehmigungen einzuholen sind“, erläuterte Budde. Letztlich sei das Ganze unter Auflagen in eher bescheidenem Rahmen abgelaufen. Nach bisherigen Erkenntnissen sei die nur nach längerem Anmarsch erreichbare Örtlichkeit wohl auch nicht attraktiv und werde daher erfreulich wenig genutzt.

Den Kassenbericht gab Schatzmeisterin Andrea Hengstenberg. Arnold Hagen und Heinrich Winterhoff, von dem Thomas Friedrich das Amt übernimmt, hatten geprüft; die Versammlung signalisierte einstimmig Entlastung. Ebenso fiel die Zustimmung zu Haushaltsplan, -satzung, Verteilungsplan und zum Zeitpunkt der Ausschüttung gegen Ende Juni. Abgearbeitet ist auch das Procedere der behördlichen Genehmigungen einer nun geltenden neuen Satzung. Hinsichtlich der Verpachtung der Jagdreviere wird eine Entzerrung angestrebt. Wie schon für zwei Reviere praktiziert, soll der Vertragsbeginn der neunjährigen Pachtzeit individuell und nicht wie bisher ausschließlich zu einem einheitlichen Termin festgelegt werden.

Wildschadenfälle seien zumeist gütlich reguliert worden. Richtige Probleme gebe es aber im Bezirk Hunswinkel, wo für Schafhaltung eingezäunte, also nicht bejagbare Flächen, für die der Jagdausübende gleichwohl Pacht zahlen muss, von Schwarzwild „verwüstet“ wurden. Da vom Grundsatz her der Jagdpächter für Wildschaden aufkommen muss, soll er auch hier für die „Sauerei“ zahlen. Und der Schafhalter möchte angemessen entschädigt werden. Besser dran waren Jagdpächter im märkisch-kurkölnischen Grenzgebiet. Da JG und Kreisgrenzen nicht identisch sind, haben die Olper, wie neuere Kartierungen darlegen, bisher drei Hektar Fläche gratis genutzt. Vor dem Hintergrund von Änderungen in den Besitzverhältnissen mahnte Katasterführer Günter Spelsberg an, Eigentumswechsel unverzüglich mitzuteilen. Nur so könne die Jagdpacht dem rechtmäßigen JG-Mitglied ausgezahlt werden. ▪ As

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