18 Wildschadensfälle im vergangenen Jahr

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Führten durch die Versammlung der Jagdgenossenschaft Meinerzhagen (von links): Vorsitzender Peter Tweer sowie Niklas Jarosch und Daniela Kostewitz von der Volksbank in Südwestfalen. Niklas Jarosch wurde nach mehr als 20 Jahren aus der Geschäftsführung verabschiedet.

Meinerzhagen – Genau 1736 Hektar Jagdfläche, aufgeteilt in sechs verpachtete Jagden und zwei Eigenjagden, verwaltet die Jagdgenossenschaft Meinerzhagen.

Deren Mitglieder tagten unter Leitung des Vorsitzenden Peter Tweer im Sitzungszimmer der Gaststätte Zur Rose. „Wir sind früh dran in diesem Jahr mit unserer Versammlung. Der Grund sind aktuelle Themen wie ein Pächterwechsel außer der Reihe in einem unserer Reviere“, verwies der Vorsitzende auf die etwas umfangreichere Tagesordnung. Die begann mit dem von Peter Tweer gehaltenen Geschäftsbericht. Aufgeführt waren darin die 18 gemeldeten Wildschadensfälle aus dem letzten Jahr. Der Vorsitzende hob in diesem Zusammenhang den Wert einer guten Zusammenarbeit zwischen Pächtern und Eigentümern hervor. Das gilt auch für die Planung von Bewegungsschneisen in Maiskulturen, die für die Bejagung des Schwarzwilds benötigt werden. Angesichts der derzeit großen Einschlagmengen an Schadholz stellt sich Waldbesitzern und Jägern in Kürze ein neues Problem, Bei der nachfolgenden großflächigen Aufforstung drängen die Forstämter auf einen umfassenden Schutz der Jungpflanzen vor Verbiss durch das Wild. „Wir können nicht überall Zäune aufstellen. Da müssen wir zusammen mit den Jagdpächtern nach weiteren Lösungen suchen,“ erklärte Peter Tweer. Über eine solide Kassenlage informierte anschließend Niklas Jarosch von der Volksbank in Südwestfalen. Das Kreditinstitut kümmert sich im Rahmen der Geschäftsführung traditionell um die Finanzen der Jagdgenossenschaft. Die Jagdpacht liegt in Meinerzhagen je nach Qualität der Reviere zwischen 17 und 26 Euro pro Hektar. Daraus errechnet sich für das Jahr 2019 ein Mittelwert von 22,88 Euro pro Hektar, der jetzt je nach Größe der Grundstücke an die Mitglieder ausgezahlt wird. Dieses Verfahren betreut Volksbankmitarbeiterin Daniela Kostewitz, die neben dem Vorsitzenden Peter Tweer auch als Ansprechpartnerin für die Mitglieder fungiert. Für Niklas Jarosch war es nach über 20 Jahren der letzte Kassenbericht. Die Übernahme weiterer Verantwortung bei der Volksbank lässt ihm künftig keine Zeit mehr für diese Aufgabe. Sein Kollege Sebastian Vogt wird das Amt übernehmen. Von der Geschäftsführung wurden zudem die Haushaltssatzung, der Haushaltsplan und der Jagdverteilungsplan für dieses Jahr vorgestellt und von der Versammlung einstimmig angenommen. Auch die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung war eine reine Formsache. Dann wurde Thomas Arens zum Kassenprüfer gewählt. Sein Stellvertreter ist Jens Volkenrodt. Mit deutlicher Mehrheit bei nur einer Stimmenthaltung beschloss die Versammlung schließlich noch den Pächterwechsel im Revier Genkel-Süd.

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