Neue Nutzung für ehemaliges Sportgeschäft

Investor plant Lasertag-Halle im Märkischen Kreis

Verhandlung über Lasertag für Kinder unter 14 Jahren
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Lasertag: Eine Halle für diese Wettkämpfe könnte bald in Meinerzhagen entstehen.

Meinerzhagen - Lasertag-Battles an der Oststraße? Das könnte bald Realität sein, wenn es nach den Plänen eines Investors geht.

Fast drei Monate dauerte die dem Coronavirus geschuldete Sitzungspause der Meinerzhagener Kommunalpolitik an. Am Dienstag endete sie nun – mit einem echten Paukenschlag. 

Knapp 30 Bauvorhaben konnte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar den anwesenden Politikern vorstellen, oftmals für das Baugebiet Werlsiepen. So entschied man dann fast schon im Akkord über Freistellungen, Bauanträge, nachträgliche Legalisierungen – und Nutzungsänderungen, bei denen ein Objekt aus der Masse hervorstach: das ehemalige Sportbekleidungs- und Sportausrüstungsgeschäft Schriever an der Oststraße. 

Kreis: Vergnügungsstätte statt Sportanlage

Aus diesem soll zukünftig eine Lasertag-Arena werden. Der Antragsteller hatte diese – wohl auch, um die Diskussion über die Zulässigkeit dieser Betriebsstätte zu vermeiden – eigentlich als Sportanlage deklariert. Eine Auffassung, die vom Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde nicht geteilt wird. Er bewertet das Projekt viel mehr als Vergnügungsstätte und prüft derzeit noch, ob diese genehmigungsfähig wäre. 

Einst Sportausstatter, bald Lasertag-Halle? Dem Bau- und Vergabeausschuss wurde auch eine Außenansicht der künftigen Arena präsentiert.

Ähnlich war es vor einiger Zeit bei der Ansiedlung einer Spielhalle an der Hauptstraße gewesen. Die Kommunalpolitik versagte damals aus moralischen und städtebaulichen Überlegungen die Errichtung – lief damit aber ins Leere, da der Kreis aus rechtlichen Gründen die Erlaubnis erteilen musste. 

Politik stimmt zu

Beim nun angedachten Projekt Lasertag indes gab es keinerlei Bedenken für eine grundsätzliche Zustimmung. Daher folgten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag der Verwaltung und erteilten das Einvernehmen. 

Das käme allerdings erst dann zum Tragen, wenn auch der Märkische Kreis die Genehmigung dafür erteilt. Auf den Weg gaben die Meinerzhagener Kommunalpolitiker der Verwaltung aber die eventuell entstehenden Probleme mit dem vorhandenen Parkraum und der Zufahrt zur Rettungswache. 

Coronavirus: Viele Regeln bei Sitzung zu beachten

Damit die Sitzung überhaupt stattfinden konnte, hatte die Verwaltung die notwendigen Regelungen dafür im Blick. Ein Desinfektionsspender und eine gänzlich ungewohnte Sitzordnung waren die offensichtlichsten. Die Teilnehmer saßen zum Teil in dritter Reihe hinter- und damit mit dem gebührenden Abstand zueinander.

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