Flugplatz Meinerzhagen

Kulturfestival-Pläne stoßen bei Anwohnern auf Skepsis

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Zuletzt lockte der Drag-Day auf dem Flugplatz die Besucher an - ein Event "mit dem man sich abfinden kann", wie es bei der Haupt- und Finanzausschusssitzung von den Anwohnern hieß. Dem Kulturfestival stehen sie skeptischer gegenüber.

Meinerzhagen - Ein für den 5. September geplantes Kulturfestival führt bei Anwohnern des Flugplatzes zu Besorgnis: Im Rahmen des Haupt- und Finanzausschusses äußerten sie sich am Montag skeptisch – eine Genehmigung liegt allerdings noch gar nicht vor.

Zwar stand das Thema gestern gar nicht auf der Tagesordnung – doch einzelne Besucher nutzten die Stunde der Öffentlichkeit, um sich Gehör zu verschaffen. Und dass es Pläne des Veranstalters gibt, die Großveranstaltung mit mehr als 20.000 erwarteten Besuchern am Flugplatz stattfinden zu lassen, räumte denn auch Bürgermeister Jan Nesselrath umgehend ein. Jedoch betonte er zugleich, dass sich die Genehmigung des Festivals nicht im Verantwortungsbereich der Stadt, sondern des Kreises befinde.

Genehmigung liegt noch nicht vor

Es handele sich um eine baugenehmigungspflichtige Veranstaltung, für die Auflagen hinsichtlich der Sicherheit und des Verkehrskonzepts bislang nicht erfüllt worden seien. „Es sieht momentan nicht so aus, dass das genehmigungsfähig ist“, versuchte Nesselrath die Sorgen der Anwohner im Ratssaal auszuräumen. Doch wirklich beruhigen konnte er die Anwesenden damit nicht: Insbesondere die bereits angelegte Facebook-Gruppe mit mehr als tausend Zusagen und die Erfahrungen aus Düsseldorf im Vorjahr treiben den Nachbarn des Flugplatzes Sorgenfalten auf die Stirn. „Es geht hier nicht etwa um Fremdenfeindlichkeit, sondern schlichtweg um Müll und die Sicherheit“, hieß es da etwa. Zumal sich das „Festivalgelände“ in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet befände. Zudem stünden keinerlei Parkflächen für eine derart große Zahl an Besuchern zur Verfügung.

Veranstalter hoffen noch

Dass die Planungen der Veranstalter trotz der ausstehenden Genehmigung durchaus konkret sind, bewies noch am Montagabend ein Blick auf die entsprechende Facebook-Seite: Von einer eventuellen Absage ist dort keine Rede. Ein potenzieller Besucher scheint jedoch bereits Erfahrung mit den Vorjahren gemacht zu haben: Als Anfang Juli noch nicht feststand, wo das Festival stattfinden soll, kommentierte er: „Meist wird zwei Wochen vorher eh der Veranstaltungsort gewechselt.“ Sollte die Genehmigung des Kreises nicht erfolgen, könnte dieses Schicksal auch die diesjährige Veranstaltung ereilen. Der Veranstalter selbst, das „Demokratische Gesellschaftszentrum für KurdInnen in Deutschland“ (Nav-Dem), bestätigte auf Anfrage der MZ, die Veranstaltung in Meinerzhagen durchführen zu wollen, aber noch auf grünes Licht zu warten.

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