Auf den Klimaschutz!

Krugmann-Brennerei benennt Schnaps nach Greta Thunberg

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Auf der Greta-Thunberg-Welle: Noah Petersen mit dem neuen Krugmann-Likör.

Meinerzhagen – Die Brennerei Krugmann hat Tradition – doch mit Wacholder, Weizenkorn & Co. allein lässt sich seit Langem kein einträgliches Geschäft mehr machen. Daher setzt das Meinerzhagener Unternehmen aufs Marketing für neue Produkte, die nicht zuletzt aktuelle Themen aufgreifen. Der jüngste Clou: Ein Likör - benannt nach Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Im Jahr 2017 scheiterte der Zitronenlikör „Trumpinator“ zwar vor dem Patentamt in München, wird aber seither als „Donalds Haarwasser“ verkauft. Nun bekommt der US-Präsident "Konkurrenz" im Krugmann-Shop: Greta Thunberg.

Die Umweltaktivistin aus Schweden und Begründerin der Fridays-for-Future-Bewegung beherrscht die Medien und sorgt für Reichweite, die auch die Meinerzhagener Schnaps-Hersteller für sich nutzen wollen. Im Angebot ist daher ab sofort „Greta“, „fruchtiger Likör aus Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren“, wie das Unternehmen sein neuestes Produkt selbst beschreibt.

Geschäftsführer-Sohn kommt auf die Idee

Auf die Idee zu dieser Kreation sei Noah Petersen gekommen, der 15-jährige Sohn eines der beiden Geschäftsführer. Auch er beteiligte sich an der „Fridays for Future“-Aktion. Dabei kam ihm eine Idee, wie er selbst aktiv einen Beitrag für die Umwelt leisten könnte.

 „Ich habe meinen Vater eines Abends bei den Nachrichten, als über Greta Thunberg berichtet wurde, einfach gefragt, warum man nicht einen Schnaps kreiere, der den Klimaschutz unterstützt?“, erzählt Noah. Zuhause in Herscheid sieht er die Ausmaße des Klimawandels aktuell praktisch „braun auf grün“.

Apfel, Birne, Pflaume: Letzter Wunsch des gestorbenen Kult-Wirts - sein Schnaps!

„Bei uns im Sauerland sind die Sommer mittlerweile so trocken, dass die Fichten im Wald verdorren. Der Borkenkäfer beschleunigt den schleichenden Tod von Fichtenschonungen noch.“ Viel gelesen habe er über das Thema und sich im Internet informiert. „Komischerweise reagieren Menschen erst immer, wenn die Schäden tatsächlich sichtbar werden“, sagt Noah Petersen.

Aus der Idee wurde ein Likör - Greta!

Sein Vater Stefan habe das Engagement seines Sohnes und auch dessen Idee sofort gut gefunden, heißt es aus dem Hause Krugmann. Aus der Idee wurde ein Projekt – aus dem Projekt wurde ein Likör: Greta. Geschmacklich abgestimmt vom Brennmeister in Meinerzhagen persönlich. 

„Hier durfte ich allerdings nur einmal nippen“, schmunzelt Noah, „mehr hat mein Vater dann doch nicht erlaubt“. Abgefüllt wird die tiefrote Flüssigkeit in Glasflaschen. Neben der großen 700 ml-Flasche ist der Likör auch in Party-Größe mit 20 Millilitern zu haben. Auch am Etikett durfte Noah mitarbeiten. Letztlich hat man sich für ein Wikinger-Mädchen entschieden, das die Welt verteidigt.

Krugmann vereint an der Krim Tradition und Moderne

Doch am Ende letztlich soll damit auch Geld verdient werden – und mit dem sollen aktiv Projekte für den Klimaschutz unterstützt werden, wie es in einer Mitteilung von Krugmann heißt: Von jedem verkauften Produkt soll ein Anteil in ein Waldprojekt fließen. „Sozusagen eine karitative Waldbepflanzung“, sagt Noah Petersen und hofft auf viele Käufer – wohl genauso wie sein Vater.

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