Brennende Fahrzeuge an der Tagesordnung

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Spektakulärer Fahrzeugbrand im Juni an der A 45: Auch damals musste die Meinerzhagener Feuerwehr bereits ausrücken und mit Wasser und einem Schaumteppich zu Werke gehen.

Meinerzhagen - Mit einer seltsamen Häufung besonderer Brände hat es die Feuerwehr Meinerzhagen in den vergangenen Tagen zu tun: Seit Freitag mussten die Einsatzkräfte zu gleich vier Fahrzeugbränden ausrücken. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand, Fragezeichen hinterlassen diese Einsätze dennoch.

„Es ist schon auffällig, dass wir so oft zu brennenden Fahrzeugen ausrücken mussten“, sagte Wehrleiter Thomas Decker am Dienstag im Gespräch mit der MZ. Die Fälle im Überblick:

  • Den Auftakt machte ein brennender Wagen am späten Freitagnachmittag auf der Marienheider Straße. Der Löschzug Meinerzhagen rückte mit drei Fahrzeugen aus und bekämpfte das Feuer. Der Wagen: Totalschaden.
Am 6. Juli geriet ein Fahrzeug auf der Marienheider Straße in Brand.


Mit einer Wärmebildkamera suchte die Wehr auch am Montagabend beim Fahrzeugbrand Auf der Koppel nach gefährlichen und noch heißen Stellen.


  • Am Montagabend geriet ein Pkw im Kreuzungsbereich Eisenweg/Auf der Koppel in Brand. Die alarmierten Einsatzkräfte der Löschgruppe Willertshagen bekämpften das Feuer zügig per „Schnellangriff“ und Schaum.

Wenn´s tropft, wird´s gefährlich

Allesamt Fälle, die sich damit zwar auffällig häufen, aber keineswegs ungewöhnlich sind. „Natürlich mag es mit der heißen Witterung zusammengehangen haben – aber genau wissen wir das nicht“, sagt Thomas Decker. Für ihn und seine Kollegen der Feuerwehr zählt in erster Linie nämlich zunächst eines: dass der Brand schnellstmöglich gelöscht ist. „Zu möglichen Brandursachen halten wir uns dann lieber bedeckt.“ 

Als häufigste Brandursache an Fahrzeugen wird von der Dekra aber mit 40 Prozent ein Kraftstoff- oder Ölaustritt auf heiße Motorteile oder Motoranbauteile genannt. In 26 Prozent der Fälle komme es durch Reibung von Fahrzeugteilen mit einem Betriebsstoff zum Brand und in jeweils 17 Prozent aller Fälle sind entweder Kurzschlüsse oder ein Feuerübergriff von einem anderen Fahrzeug der Grund. 

Doch nicht die Frage des „Warum“ steht für die Wehr zunächst im Mittelpunkt, sondern die richtige Brandbekämpfung. Und die Herangehensweise kann sich je nach Fahrzeugtyp natürlich immens voneinander unterscheiden. „Manchmal wissen wir nicht, ob es sich eventuell um ein gasbetriebenes oder ein Hybrid-Fahrzeug handeln könnte“, sagt Thomas Decker. 

Abhilfe schafft dann – so denn das Kennzeichen sichtbar ist – eine Anfrage beim Kraftfahrtbundesamt. „Von dort erhält die Leitstelle das genaue Modell und wir Infos aufs Tablet, wo Leitungen liegen oder man auch den hydraulischen Spreizer ansetzen kann“, erklärt der Wehrleiter.

Auch hier kommt die DSGVO ins Spiel

Nur: Diese Form der Informationsbeschaffung ruht derzeit. „Die Ende Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung sorgt derzeit dafür, dass wir solche Daten momentan nicht bekommen. Wie lange das noch so ist, weiß keiner“, ärgert sich Thomas Decker über eine Einschränkung, die im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann. So bleibt seinen geschulten Einsatzkräften nur, nach bestem Wissen und schnellstmöglich das Feuer zu ersticken – und im besten Fall unbeschadet wieder einrücken zu können.

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