550 Menschen brauchen Hilfe von der Tafel

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Margret Pustlauk (links) übergab den Spendenscheck. Für die Tafel bedankten sich Pfarrer Klaus Kemper-Kohlhase, Klaus Reimann, Gudrun Weiße und Jutta Matz (von rechts).

Meinerzhagen - 550 Menschen freuen sich inzwischen, wenn bei der Meinerzhagener Tafel an jedem ersten Donnerstag im Monat die Türen aufgesperrt werden. Dann gibt es kostenlos Lebensmittel für Bedürftige – und deren Zahl ist in der Volmestadt inzwischen enorm angestiegen.

Vor fast 13 Jahren traf sich das Tafel-Team zum ersten Mal, um jenen zu helfen, die hart am Existenzminimum leben. „Damals kamen etwa 40 Gäste und wir haben den Kuchen für die Kaffeetafel, die wir seitdem ebenfalls anbieten, noch selbst gebacken“, erinnert sich Tafel-Mitarbeiterin Gudrun Weiße.

Das ist inzwischen nicht mehr möglich, zu groß ist der Andrang geworden. Und die Spenden der Lebensmittel-Händler sind zwar weiterhin hochwillkommen – ohne zusätzliche Mittel wäre das Angebot in seiner jetzigen Form aber nicht mehr aufrecht zu erhalten. Deshalb herrschte am Mittwoch große Freude über eine Spende, die vom heimischen Inner Wheel Club kam: Präsidentin Margret Pustlauk übergab einen 1000-Euro-Scheck an Pastor Klaus Kemper-Kohlhase. Das Geld ist für die Arbeit der Tafel bestimmt.

Etwa ein Viertel der Tafel-Kunden sind Flüchtlinge. Auch das war in den Anfängen ganz anders. Doch Klaus Kemper-Kohlhase und die etwa 40 Helfer der Einrichtung haben sich darauf eingestellt. Wenn die Jugendherberge Ende April aufgegeben wird und auch nicht mehr als Erstaufnahme-Einrichtung des Landes weiterbetrieben wird, könnte der Andrang bei der Tafel noch einmal deutlich zunehmen. Denn: Die Anzahl von etwa 140 Flüchtlingen, die an der Bergstraße untergebracht sind und dort auch voll verpflegt werden, wird dann dem Kontingent der Stadt zugerechnet. „Was das für unsere Tafel bedeutet, haben wir noch nicht diskutiert. Für uns gilt es, Ruhe zu bewahren und uns auf neue Situationen einzustellen“, erläuterte Pfarrer Kemper-Kohlhase im Rahmen der Spendenübergabe. Der Geistliche bedankte sich bei Margret Pustlauk für die Spende – und die versprach, sich neben anderen Projekten auch weiterhin für die Tafel stark zu machen. Und sie wies auch auf ein neues Projekt der Inner-Wheel-Frauen aus Meinerzhagen, Kierspe und Halver hin: Junge Mütter und deren Kinder sind an jedem dritten Donnerstag im Monat – bald wieder am 24. März von 15 bis 17 Uhr – zu einem Treffen in das Gemeindehaus an der Kirchstraße eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen werden dann Erfahrungen ausgetauscht. „Zuhören können wir auch – und Hilfestellung geben“, erläuterte Margret Pustlauk, die alle Interessierten zu dem neuen Angebot einlädt.

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