Probleme auch in der Meinerzhagener City

Schwerer Stand durch den Leerstand

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An einem Donnerstag, 16 Uhr. Die Hauptstraße ist von Einkaufstrubel weit entfernt. Die Laden-Vielfalt täuscht, denn auf dieser kurzen Strecke gibt es fünf Leerstände.

Meinerzhagen – Schwerer Stand durch Leerstand in der Innenstadt von Meinerzhagen. Die Einflussnahme des Stadtmarketingvereins oder der Stadt Meinerzhagen selbst sind indes sehr eingeschränkt. Fazit: Auch in der Volmestadt ist der Onlinehandel offenbar Konkurrent Nummer eins.

Auch die Corona-Krise hat die sonst schon eher bescheidene Kunden- und Besucherfrequenz in der Meinerzhagener Innenstadt negativ belastet. Sieht man mal vom Markttag ab, bei dem die auf dem Otto-Fuchs-Platz aufgestellten Händler für Publikum und Kunden sorgen, herrscht in der Fußgängerzone Derschlager Straße Tristesse. Und auch auf der Hauptstraße sowie der direkt angeschlossenen Kirchstraße ist es nicht anders. Zum Teil reihen sich die leer stehenden Ladenlokale direkt aneinander. Die noch vorhandenen Läden leiden unter dem wenig zum Bummeln einladenden Umfeld. 

Probleme sind bekannt

Die Geschäftsführerin des Marketingvereins und in Personalunion auch städtische Wirtschaftsförderin Katharina Suerbier kennt die Situation nur allzu gut. „Wir sind zwar immer darauf bedacht, möglichst früh Informationen über anstehende Veränderungen zu erhalten, das klappt aber leider nicht immer“, resümiert sie. 

Das von der Wirtschaftsförderung geführte Leerstandsverzeichnis ist ein sichtbares Zeichen dieser Anstrengungen. Aussagekräftig ist die auf freiwilligen Nennungen der Ladeninhaber beruhende Aufstellung aber nicht. Aktuell stehen in dieser elf Räumlichkeiten, darunter auch relativ „frisch“ das ehemalige La Provence an der Kirchstraße. Bei einer durch die Meinerzhagener Zeitung angestellten Zählung im vergangenen Sommer kamen auf die rund 90 Geschäfte an Derschlager- und Hauptstraße sowie Zur Alten Post 15 Leerstände. Bei ihnen handelt es sich in nur fünf Fällen um Objekte aus dem Leerstandsverzeichnis. Betrachtet man zusätzlich noch die aktuell hinzugekommenen Geschäftsaufgaben, ist die Gesamtzahl von 30 Läden schnell erreicht. 

Gegensteuern mit Veranstaltungen

Um diese Situation zu verbessern, hat der Marketingverein in der Vergangenheit auch durch die bekannten und beliebten Veranstaltungen, zum Beispiel den Meinerzhagener Frühling oder das Stadtfest, versucht gegenzusteuern. „Derzeit sorgt auch das Virus für gedämpften Betrieb“, erläutert Suerbier. Unabwendbar für die Wirtschaftsförderin: Die Eigeninitiativen der Händler und ihr gemeinsamer Wille etwas zu tun. „Ohne Kreativität bei den Produkten, dem Service und der Verbundenheit mit der Stadt und ihren Einwohner wird es nicht weitergehen.“

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