Neues Konzept für die Weihnachtsbeleuchtung

An „Pollmanns-Eck“ wurde 2011 in Abstimmung mit dem Stadtmarketing eine große geschmückte Tanne aufgestellt.

MEINERZHAGEN ▪ 2011 gab es keine durchgängige Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt. Das soll sich bald wieder ändern.

Der Grund für den Umut war damals, dass der Stadtmarketingverein die von der AG-Einkaufsstadt „geerbten“ Lichterketten nicht mehr nutzen konnte. Zum Teil erhebliche Defekt an den Ketten hätten aufwendig repariert werden müssen. Mit den zusätzlichen Kosten für das Auf- und Abhängen der Beleuchtung wären nach den Berechnungen der Fachleute rund 20 000 bis 25 000 Euro zusammengekommen. Eine Summe, die vom Verein nicht aufgebracht werden konnte.

Obwohl rechtzeitig im Verlauf des Jahres 2011durch den Marketinggeschäftsführer Bernd-Martin Leonidas versucht wurde, in Einzelgesprächen und Zusammenkünften mit den Anliegern, Geschäftsinhabern und Mitglieder des Marketingvereins eine einheitliche „Ersatzlösung“ zu finden, sah es zur Weihnachtszeit in weiten Teilen der Innenstadt düster aus.

Dennoch sorgten einzelne erfreuliche Entwicklungen und Engagements dafür, dass erste Akzente für eine Neuausrichtung der Weihnachtsbeleuchtung gesetzt werden konnten.

So hatte der Stadtmarketingverein zusammen mit einigen Anliegern und Geschäftsleuten der Haupt- und Derschlager Straße die Idee eines Geschäftsinhabers an der Kirchstraße und eines Meinerzhagener Bürgers aufgegriffen. Dadurch hingen rund 90 Herrnhuter Sterne an den Gebäuden und sorgten teilweise für vorweihnachtliche Stimmung.

An „Pollmanns-Eck“ wurde in Abstimmung mit dem Stadtmarketings erstmalig eine große geschmückte Tanne aufgestellt. Hierbei handelte es sich um eine gemeinsame Aktion der Stadt, des Baubetriebshofes und des RSV Listertal. Mit einer LED-Beleuchtung an Laubbäumen brachten sich der Frisörsalon Filthaus ebenso wie die Sparkasse, Stadt und Stadtwerke, ein. Das Fazit des Stadtmarketingvereins aus dieser gesamten Situation: Wir erarbeiten ein Konzept für eine Weihnachtsbeleuchtung!

Zwischenzeitlich hat eine „kleine“ Arbeitsgruppe mehrfach getagt und über das Thema beraten. Dazu wurden im Vorfeld auch bereits Gespräche mit externen Fachleuten, betroffenen Anliegern, Geschäftsleuten und Dienstleistern geführt.

Die Mitglieder der Gruppe, Stadtmarketinggeschäftsführer Bernd-Martin Leonidas, Jens Groll (Beisitzer im Vorstand des Marketingvereins) und Jan Lienenkämper (Geschäftsinhaber), legten ihren Entwurf des Konzeptes „Weihnachtsbeleuchtung in Meinerzhagen“ jetzt in einem Gespräch mit der MZ vor.

„Wir haben das Konzept auf vier Module und einen Zeitraum von drei Jahren aufgeteilt. Wichtig ist uns dabei von vornherein deutlich zu machen, dass die Umsetzung nur möglich sein wird, wenn sich eine große Beteiligung durch die Betroffenen einstellen wird“, so Jens Groll. Damit meint er, genau wie Bernd-Martin Leonidas, neben der notwendigen, finanziellen Mitwirkung auch das Einbringen von Ideen, Anregungen und konstruktiver Kritik.

Im Modul eins des Konzeptes ist vorgesehen, die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Jahr 2011 erneut „erstrahlen“ zu lassen. Neben den Herrnhuter Sternen würden demnach wieder LED-Laubbäume im Bereich der Stadtwerke, der Stadtverwaltung, der Sparkasse und beim Frisör Filthaus zum Einsatz kommen. Ebenso würden die große Tanne am Pollmanns Eck und rund 50 Bäume in der Innenstadt aufgestellt. „Für das Schmücken der Bäume werden wir die verschiedensten Gruppen ansprechen“, ergänzt Bernd-Martin Leonidas.

Das zweite Modul sieht den Ausbau der LED-Beleuchtung in Laubbäumen vor. Davon sollen nach den Plänen der Konzeptentwickler vorrangig die Hauptstraße und die Derschlager Straße (rund 25 Bäume) betroffen sein. Bei der Installation können die Interessenten eine jährliche oder dauerhafte Lösung wählen, was sich unterschiedlich bei den aufzubringenden Kosten durch die Anlieger oder gegebenenfalls durch Sponsoren, auswirkt.

Die Nutzung der vorhandenen Straßenbeleuchtung ist beim dritten Modul vorgesehen. Hierzu sollen an der Derschlager Straße, an der Kirchstraße und an der Stadthalle weihnachtliche Elemente an den Laternenmasten angebracht und Strahler zur Ausleuchtung von geschmückten Weihnachtsbäumen montiert werden.

Im letzten Modul geht es fast schon um mehr als „nur“ die weihnachtliche Beleuchtung. Unter dem Begriff „Objektillumination“ ist darin das farbliche Ausleuchten von Objekten oder Fassaden vorgesehen. Auch bestimmte Motive könnten nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe zur „Lichtgestaltung“ genutzt werden. In Frage kommen hier zum Beispiel das Gebäude Gassmann, die Krim, verschiedene Mauerbauwerke und vielleicht auch Brücken. In der vergangenen Woche haben schon einige „Beleuchtungsproben“ stattgefunden. Die Ergebnisse sollen im Rahmen einer Präsentation des kompletten Konzeptentwurfes am Montag, 1. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadthalle, öffentlich vorgestellt werden.

Hierzu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Gelegenheit intensiv genutzt wird und dadurch eine Wiederholung der letztjährigen Situation ausbleibt. Damit könnte sich dann ein Hauptmotto der Weihnachtszeit, „alle Jahre wieder“, bald schon auf eine schöne und stimmungsvolle Beleuchtung beziehen und nicht auf den „Beleuchtungs-Schnee“ von gestern. ▪ jjh

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