Pro Stadthalle: Empörung über Umgang mit den Grünen

Hermann-Josef Lobner (Dritter von rechts) und die Initiative Pro Stadthalle wollen künftig weiter mitreden, wenn es um die Zukunft des Gebäudekomplexes geht. - Archivfoto: F. Zacharias

Meinerzhagen - Ein Abriss der Stadthalle scheint vom Tisch – für die Initiative Pro Stadthalle ist das erfreulich. Die Arbeit des Zusammenschlusses ist damit aber keineswegs beendet.

Wie Hermann-Josef Lobner berichtet, wurde beim jüngsten Treffen des Zusammenschlusses am Dienstag überlegt, die Kulturarbeit in Meinerzhagen mitzugestalten – in welcher Form auch immer. „Vielleicht können wir ja mit dem KuK-Verein gemeinsam versuchen, das kulturelle Leben in der Stadt Meinerzhagen zu begleiten.“

Bei dem Treffen von Pro Stadthalle wurde laut Lobner aber auch „Empörung“ geäußert: „Wie die CDU, SPD und FDP in ihrer Stellungnahme mit den Grünen umgegangen sind, stößt bei uns auf Unverständnis. Kommunalpolitik ist doch von Sachentscheidungen geprägt. Andersdenkende so auszugrenzen, das zeugt von einer mangelhaften Streitkultur.“ Diese Ansicht gebe die allgemeine Stimmungslage bei dem Treffen von Pro Stadthalle wieder.

Die Initiative feierte die positive Entwicklung allerdings nicht lange. Gleich machten sich die am Dienstag anwesenden Mitglieder daran, die Zukunft zu planen. Und dabei kristallisierte sich schnell heraus: Von den von der Verwaltung vorgeschlagenen drei Varianten zum weiteren Vorgehen in Sachen Stadthalle favorisiert die Initiative Plan zwei. Der sieht eine Komplettsanierung vor – inklusive sämtlicher Anbauten. Variante eins, den Erhalt des augenblicklichen Zustandes, hält Lobner nicht für praktikabel: „Das wäre so, als ob ich einen Patienten nicht therapieren würde.“ Die dritte Alternative, eine Teilsanierung mit Erhalt des Saales und des Foyers und der Abriss des Gaststätten-Komplexes werde abgelehnt, teilte Lobner nach dem Treffen der Initiative mit. An der Stadthalle dann möglicherweise Einzelhandel anzusiedeln, das sehe man skeptisch. Lobner: „Dadurch würden die bereits vorhandenen Einzelhandels-Standorte doch ausgedünnt – und das wollen wir nicht.“

Für die Initiative Pro Stadthalle gibt es zudem weiteren Aufklärungsbedarf. So auch zu dem in Variante drei aufgeführten Passus „dass kaum genutzte, aber kostenaufwendig zu sanierende Bereiche (der Stadthalle), eine neue Nutzung erfahren könnten. Lobner: „Was hat das zu bedeuten? Wir wissen es noch nicht.“

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