Betrachtung jüdischen Lebens mit Barei Efraim Sarwar

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Barei Efraim Sarwar (links), Mitglied der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, war derjenige, der persönliche Betrachtungen und Erkenntnisse über das Judentum vermittelte. Pfarrer Martin Ahlhaus begrüßte als Gastgeber die Zuhörer.

Valbert - Es war nicht die zum Abend immer noch angenehme Temperatur oder der fantastische Ausblick auf das Sauerland, der die rund 30 Personen ins Haus Nordhelle lockte.

Denn anstatt diese auf der Terrasse der Tagungsstätte zu genießen, wollten sie vielmehr etwas über das Judentum erfahren. Um diesem Ansinnen gerecht werden zu können, hatte das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in den Kirchenkreisen Iserlohn, Lüdenscheid-Plettenberg, Siegen und Wittgenstein, einen Fachmann zur Veranstaltung am Montagabend eingeladen.

Barei Efraim Sarwar, Mitglied der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, war derjenige, der im Rahmen der Initiative „Rent a jew“ umfangreiche Informationen und zum Teil sehr persönliche Betrachtungen und Erkenntnisse vermittelte.

Bevor Martin Ahlhaus als Gastgeber die Begrüßung vornahm, machte Burkhard Waimann aus Lüdenscheid mit seiner Klarinette die Zuhörer mit traditionellen Klezmer-Klängen bekannt und spielte im Verlauf des Abends noch weitere Stücke.

Etwa 120 000 Juden leben in Deutschland, von denen rund 10 000 ihren Glauben auch praktizieren. Die wenigsten Menschen in unserer Gesellschaft kennen allerdings Juden persönlich.

Um das zu ändern, hat sich die Initiative „Rent a jew“ das Ziel gesetzt, Juden und Nichtjuden zusammenzubringen. „Wir treffen uns leider meist nur an den Gedenktagen für unsere Toten. Wichtiger wäre es, sich noch mehr mit den Lebenden auszutauschen“, vermittelte Barei Efraim Sarwar den Anwesenden.

Gleichfalls zeigte er beispielhaft auf, wie unterschiedlich die religiösen Betrachtungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft sind. Eine strukturelle Eigenschaft des Judentums, die nach seiner Erkenntnis zweifelsohne ebenso in anderen Religionen wiederzufinden ist. Durch die Veranstaltungsform einer offenen Fragerunde wurden die verschiedensten Lebensbereiche und Situationen angesprochen. Nicht zuletzt hierdurch, gingen die Besucher nach gut zweieinhalb Stunden mit vielfältigen Erkenntnissen nach Hause.

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