Jagd auf Schwarzwild in Meinerzhagen

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Die erfolgreichen Jäger wurden zum Abschluss mit dem Schützenbruch geehrt.

Meinerzhagen - Auf Initiative der Jagdpächter und des Hegerings Meinerzhagen-Valbert, dem auch Planung und Organisation oblagen, wurde jetzt auf rund 1700 Hektar zusammenhängender Fläche eine Gemeinschaftsjagd auf Schwarzwild durchgeführt.

Mit tatkräftiger Unterstützung beteiligte sich die Jagdgenossenschaft Valbert an den notwendigen verkehrslenkenden Maßnahmen. Rund 120 Waidleute waren in den Jagdrevieren Imhausen, Hardenberg Süd und Nord, Listerhof, Hunswinkel Ost und West sowie im Eigenjagdbezirk Langenohl zur Stelle, um vorrangig Schwarzwild der „Jugendklasse“ zu erlegen. Einige Reviereinhaber hatten in ihrem Bezirk zudem Reh- und Raubwild freigegeben.

„Die Wildschweinpopulation hat in den vergangenen Jahren eine enorme Dynamik entwickelt und in der Folge erhebliche Schäden in der Landwirtschaft verursacht“, begründet Hegeringleiter Rainer Barre die revierübergreifende Aktion. „Nur durch koordiniertes Handeln aller Akteure kann hier zur Begrenzung der Bestände noch effektiv eingegriffen werden.“

Nach der Jagd wurde die Strecke gelegt.

Vierstündige Jagd

„Bei der Bejagung dieser Wildart muss der Jäger vor dem Schuss schnell und sicher gemäß den Vorgaben selektieren, um die soziale Struktur einer Rotte nicht zu zerstören. Denn vagabundierende führungslose Rotten richten die größten Schäden an. Da Wildschweine bei drohender Gefahr im berüchtigten ,Schweinsgalopp’ flüchten, ist das nicht immer zuverlässig möglich. Der waidgerechte Jäger folgt dann dem Grundsatz: Erst auf die Kleinen oder von Klein nach Groß schießen; also ab Frischling in verwertbarer Größe bis zum Überläufer von etwa 40 Kilo Gewicht“, hieß es. Während nach vierstündiger Jagd das erlegte Wild geborgen und zum Treffpunkt in Hardenberg transportiert wurde, ließen sich die ankommenden „Waidwerker“ den in Mühlhoffs Scheune bereitgestellten Imbiss munden.

"Alles sauber geschossen"

Im mit Fichtenzweigen und Fackeln abgegrenzten Karree wurde nach und nach unter der Regie von Peter Holthaus, assistiert von Uwe Clemens, revierbezogen Strecke gelegt: 19 Stücke Schwarzwild, drei Rehe, zwei Füchse und ein Waschbär. „Alles sauber geschossen, was will man mehr“, befand „Kalle“ Strunk, stellvertretender Hegeringleiter, in seiner Ansprache.

 Die erfolgreichen Schützen – darunter einer vom Gut Langenohl, der mit vier erlegten Schwarzkitteln großes Waidmannsheil hatte – wurden mit dem sogenannten Schützenbruch ausgezeichnet. Über der Jagdgesellschaft zogen Kraniche in Staffeln und der typischen keilförmigen Formation gen Süden; mit trompetenden Rufen künden sie den nahenden Winter an. Unten verkündeten die Jagdhörner das Ende eines Bilderbuch-Jagdtages im sprichwörtlich „Goldenen Oktober“.

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