Breitbandversorgung für zwei Gewerbegebiete

Die Gewerbegebiete Darmche und Schwenke sollen endlich eine Breitbandversorgung bekommen, damit würde auch für diese Gebiete eine schnelle Anbindung ans Internet möglich. ▪ Archivfoto: Isleib

MEINERZHAGEN ▪ Jetzt wird das Problem der nicht ausreichenden Breitbandversorgung in den Gewerbegebieten Darmche und Schwenke konkret angegangen. Weil sich trotz einer Ausschreibung der Stadt kein Anbieter gefunden hat, der eine ausschließlich privatwirtschaftliche Lösung hätte anbieten wollen, muss jetzt auch mit Einsatz von Steuergeld für eine Verbesserung der Infrastruktur im Telekommunikationsbereich gesorgt werden.

In der Sitzung des Rates der Stadt Meinerzhagen in dieser Woche wurde folgendes weitere Vorgehen beschlossen:

• Es wird ein Betrag von 45 000 Euro zur Deckung des städtischen Eigenanteils an einem Zuschuss an die Telekom Deutschland GmbH zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke bei der Optimierung der Breitbandversorgung für die Gewerbegebiete Darmche und Schwenke bereitgestellt. Der Betrag kommt unter der Voraussetzung zur Auszahlung, dass eine Landesförderung in Höhe von 75 Prozent der Gesamtkosten erfolgt.

• Es wird ein Antrag auf Förderung der Maßnahme bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt.

• Unter der Voraussetzung der Bereitstellung der Fördermittel des Landes wird ein Kooperationsvertrag über den Breitbandausbau mit der Telekom abgeschlossen.

Für die beiden Gewerbegebiete besteht zurzeit eine nur mäßige bis schlechte DSL-Breitbandversorgung. Bei einer im Februar 2012 durchgeführten sogenannten Markterkundung hatte sich kein Netzbetreiber gefunden, der die erforderliche Optimierung der Breitbandversorgung ohne einen Zuschuss durchführen wollte. Im Rahmen einer formellen Ausschreibung wurde lediglich ein Angebot durch die Telekom Deutschland abgegeben. Die durch einen öffentlichen Zuschuss zu deckende Wirtschaftlichkeitslücke wird von der Telekom mit einem Betrag von 177 934 Euro beziffert. Hierzu könnte die Stadt eine Förderung vom Land in Höhe von 75 Prozent erhalten.

Die Telekom offeriert mit ihrem Angebot, eine optimale DSL-Technologie zur Versorgung der beiden Gewerbegebiete zu installieren. Hierbei werden die das Gebiet versorgenden vorhandenen Kabelverzweiger mit Glasfaserkabeln erschlossen und mit aktiver DSL-Technik überbaut. In Abhängigkeit von der Entfernung zu den Kabelverzweigern ergeben sich für die Anschlussteilnehmer in Zukunft Downloadraten von bis zu 16 MBit/s. Im näheren Umkreis der Kabelverzweiger sind auch Downloadraten von bis zu 50 MBit/s möglich. Die Grundleistungen sind hierbei schon zu normalen Standardtarifen zu erhalten, was insbesondere für kleinere Unternehmen von Bedeutung ist.

Der Bedarf an Sonderleistungen – zum Beispiel symmetrische Anschlüsse mit gleicher Down- und Uploadrate, was insbesondere von den größeren Firmen angefragt wird – kann auch gegen höheres Entgelt umfänglich bedient werden. Je nach Datum der Förderzusage durch die Bezirksregierung Arnsberg wird von einer Nutzungsmöglichkeit des verbesserten Angebotes allerdings erst frühestens für Ende 2013 zu rechnen sein. ▪ -fe

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