Großes Interesse am "Quartier der Generationen"

+
Gestalteten den Infoabend zum Thema Demenz im neuen Quartier der Generationen: (v. l.) Claudius und Theresia Hasenau sowie der Schauspieler und Demenzbotschafter Wichard von Roell.

Meinerzhagen - Einen passenden Lebensraum für Menschen mit Demenz gestalten: Das plant die APD Ambulante Pflegedienste in ihrem Quartier der Generationen an der Genkeler Straße.

Darüber, wie das in Kürze startende Angebot genau aussieht, informierten am Donnerstagabend APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau und seine Schwester Theresia, die die Leitung des Meinerzhagener Projekts übernimmt. An ihrer Seite hatten sie den bekannten TV-Schauspieler Wichart von Roell – vielen der weit über 60 Gäste noch gut bekannt aus der Comedy-Serie Klimbim. Der Demenzbotschafter zeigte den preisgekrönten Kurzfilm „Zwei Zucker“, in dem er einen demenzkranken Senior spielt, dessen Betreuung seine Ehefrau zunehmend überfordert. 

Es folgte ein kurzes Gespräch mit Wichard von Roell und Susanne Schübel, Sprecherin der APD-Geschäftsleitung, über Produktion und Inhalt des Films sowie über das Engagement von Roells als Demenzbotschafter. Dann reichte Susanne Schübel das Mikrofon an Claudius und Theresia Hasenau weiter. 

Beide informierten ausführlich über die in den nächsten Wochen in einem Teil der ehemaligen Hauptschule startenden Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. 24 Pflegeplätze, aufgeteilt in drei Wohngemeinschaften auf jeweils einer Etage, stehen bereit. Die Infoveranstaltung fand in der großen Gemeinschaftsküche auf der dritten Etage des Hauses statt. 

Die Küche, so führten die beiden Inhaber des Familienbetriebs APD aus, ist der Mittelpunkt jeder Wohngruppe. Auf den Etagen gibt es zudem weitere Gemeinschaftsräume, für jeden Bewohner ein großes Zimmer mit Nasszelle und Räume für das Pflegepersonal. „Die Wohngemeinschaft wird so zu einem Zuhause für die Menschen. Es wird zum Beispiel gemeinsam gekocht und gegessen,“ beschrieb Claudius Hasenau ein Konzept, bei dem Menschen mit Demenz in der Normalität des Tages begleitet werden. Diese Wohnidee, die nichts mehr mit der Unterbringung in einem klassischen Pflegeheim zu tun habe, habe die Familie Hasenau mit ihren APD-Partnern schon in mehreren anderen Häusern erfolgreich umsetzen können.

„Der von uns geschaffene Lebensraum von der Etage über das Haus bis hinaus in die öffentliche Grünanlage geht in bisher nicht gekannter Form auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ein“, so Claudius Hasenau. Ein Teil dieses Konzepts sind die Angehörigen, die zur aktiven Teilhabe angehalten werden. Überrascht waren die Besucher darüber, dass es keine festen Besuchszeiten gibt. Angehörige bekommen einen Hausschlüssel und können so jederzeit vorbeischauen. „Das zeugt von einer besonderen Form des Vertrauens“, lobte eine Teilnehmerin während der abschließenden Aussprache das Konzept der APD-Vertreter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare