1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Meinerzhagen

Impfbus erstmals an neuem Ort: Resonanz gering

Erstellt:

Von: Simone Benninghaus

Kommentare

23 Impfungen wurden in Valbert durchgeführt.
Lediglich 23 Impfungen wurden am Donnerstag in Valbert durchgeführt. © Benninghaus, Simone

Zum Auftakt am Mittag war die Anzahl der Besucher überschaubar, und dies sollte sich auch nicht ändern: 23 Menschen ließen sich im Impfbus des Märkischen Kreises impfen, als dieser am Donnerstag zum ersten Mal in Valbert stoppte.

Valbert – Die meisten Impflinge kamen, um sich boostern zu lassen. Neben 15 Auffrischungsimpfungen seien acht Zweitimpfungen vorgenommen worden, berichtete der Sprecher des Märkischen Kreises Alexander Bange am Ende der Aktion.

Beobachtung: Zahl der Impfungen geht zurück

Alle Impflinge hatten gleich zwei Vorteile: Zum einen mussten sie nicht lange warten, zum anderen gab es genügend Zeit, um Fragen ausführlich zu beantworten. Dafür stand ein insgesamt zehnköpfiges Impfteam bereit, eingehüllt im sechslagigen Zwiebellook angesichts eines Nachmittags bei feucht-kaltem Nieselregen. Vorhersagen, wie viele Impfwillige zu den jeweiligen Standorten kommen, könne man nie, so die Erfahrung. Gleichwohl sei festzustellen, dass die Zahl der Impfungen generell etwas zurück gehe, sagte MK-Sprecher Alexander Bange. Dieser Trend sei nicht nur im Kreis zu beobachten, sondern landes- und auch bundesweit.

Nach Farben sortiert

An der Ebbehalle wurden alle Impflinge auch farblich „sortiert“. Jeder Besucher erhielt ein buntes Armband: Lilafarben für die volle Dosierung Moderna, in blau für die Hälfte bei der Booster-Impfung und wer sein grünes Armband zeigte, erhielt eine Biontech-Impfung.

Er sei froh, dass er das Angebot vor Ort in Valbert nutzen könne, sagte ein Mann, der sich seine Auffrischungsimpfung abholte: „Für Leute ohne Führerschein wie mich ist das einfach sehr praktisch.“ Einen Termin bei seinem Arzt habe er erst für Anfang März bekommen. „Jetzt mache ich das hier, das ist doch optimal.“

Unsicherheit und Verwirrung

Mutter und Tochter, die gemeinsam zum Boostern gekommen waren, stimmten ihm zu. Den Weg nach Attendorn ins Impfzentrum können sie sich jetzt sparen. „Die Impfangebote sind gut“, findet die schwangere Tochter und hofft, dass eben diese möglichst auch genutzt werden. Die gesamte Situation sei für sie dennoch verunsichernd, erzählt die werdende Mutter. Vor der Impfung habe sie sich sowohl von einem Impfarzt als auch von ihrer Gynäkologin beraten lassen. Diese Rücksprachen seien wichtig, betont sie.

„Verwirrend“ und „chaotisch“ findet auch die Oma in spe die derzeitige Corona-Situation samt Impfdebatte und lässt an der Politik kein gutes Haar: „Die kochen ihre eigene Suppe. Jeder regelt es anders. Ein Beispiel sind wieder die Fußballstadien.“ Ihr Plädoyer gilt einer Impfpflicht: „Sonst kommen wir nicht da raus. Ohne funktioniert es nicht.“

Ähnlich sieht das auch ein weiterer Impfbusbesucher: „Ich verurteile nicht diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen“, meint er. „Es wäre aber doch schön, wenn sich alle impfen lassen würden“, fügt er hinzu: „Sonst nimmt das alles gar kein Ende.“

Auch interessant

Kommentare