Immer wieder Fast-Food-Müll

Ein Anblick, an den sich Passanten gewöhnen müssen: Leere Fast-Food-Verpackungen auf dem Parkplatz.

MEINERZHAGEN ▪ Es ist zum Verzweifeln.

Immer wieder müssen Mitarbeiter des Baubetriebshofes zum kleinen Parkplatz Am Stadion, zwischen dem Aschenplatz und dem Freibad ausrücken, um Müll zu entsorgen. Verpackungen von Fast-Food werden von den Konsumenten nach der Mahlzeit im oder am Auto einfach liegen gelassen – und das mit (un)schöner Regelmäßigkeit. Auch Mitarbeiter des Schnellrestaurants schauen regelmäßig dort vorbei, um den Abfall aufzusammeln. Für das Fehlverhalten manches Kunden sind sie indes nicht verantwortlich.

Michael Adolph, technischer Leiter des heimischen Baubetriebshofes, bleibt nicht viel mehr, als an die Vernunft der Umweltverschmutzer zu appellieren: „Wir können hier nicht ständig präsent sein, schließlich sind wir für das ganze Stadtgebiet zuständig.“ Auch er hält besagten Parkplatz für einen Schwerpunkt illegaler Müllentsorgung. „Das ist schon eine echte Seuche. Die Leute nehmen einfach nichts mit nach Hause, um es dort normal zu entsorgen. Das ist auch eine Frage der Erziehung. Was ich im Elternhaus nicht gelernt habe, was mir nicht vorgelebt wurde, mache ich auch nicht. Ich habe meinen Kindern vermittelt, dass sie selbst Bonbonpapier in die Tasche stecken und es dann zuhause wegwerfen.“

Sperrung kein Thema

Einen Parkplatz, auf dem immer wieder Müll weggeworfen wird, einfach zu sperren, das ist für Adolph keine Lösung: „Damit würde ich das Problem nur verlagern.“ Und so bleibt den Mitarbeitern des Baubetriebshofes und des Schnellrestaurants nur eines übrig: Weiter zum Parkplatz ausrücken und das einsammeln, was andere ihnen hinterlassen haben. Eine Lösung des unbefriedigenden Zustandes ist jedenfalls nicht in Sicht. ▪ beil

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