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Imkerverein plant Feier zum 100-Jährigen

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Von: Rainer Crummenerl

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Wenn die Bienen bereits an Silvester ausschwärmen, um Nahrung zu finden, dann sind die Temperaturen viel zu mild.
Die Bienenvölker sind in der Mehrzahl gut durch den Winter gekommen, sie bestanden alle Voraussetzungen für einen guten Pollen- und Nektarertrag. © Privat

Rundum zufrieden sind die Mitglieder des Imkervereins Kierspe-Meinerzhagen mit dem aktuellen Honigjahr. Das wurde bei der Standschau am vergangenen Samstag deutlich. 20 Mitglieder trafen trotz Urlaubszeit bei den Kollegen Michaela Krstic und Rainer Trillmich in der Ortslage Steingüntenbecke 1 in Meinerzhagen zusammen.

Meinerzhagen/Kierspe – Gründe für die Zufriedenheit der Imker gibt es in diesem Jahr sogar mehrere. Zum einen war es nach mehr als zweijähriger Corona-Pause und dadurch bedingtem Ausfall der für das Vereinsleben so wichtigen Monatsversammlungen und weiterer Kontaktmöglichkeiten nun wieder möglich, sich in gewohnter Weise zu treffen und die relevanten Dinge des Vereinslebens zu besprechen. Zum anderen spricht der Vereinsvorsitzende Klaus Loskand von einem gelungenen Start ins Bienenjahr. Loskand begrüßte die Anwesenden am Samstag und hob die wesentlichen Eckpunkte aus dem bisherigen Vereinsjahr hervor. Augenmerk legte er dabei auf den guten Start in Bienenjahr. Es hatte im kaum nennenswerte Spätfröste gegeben, deshalb durften sich Gartenfreunde und Imker gleichermaßen über eine reichhaltige und lang anhaltende Blütenpracht freuen. Da auch Sonnen- wie Regentage zumindest anfangs im rechten Verhältnis zueinanderstanden und die Bienenvölker in der Mehrzahl gut durch den Winter gekommen waren, bestanden alle Voraussetzungen für einen guten Pollen und Nektareintrag. Und das klappte dann auch bestens, sodass man schon relativ früh mit dem Schleudern des qualitativ hochwertigen Honigs beginnen konnte.

Das ist weiterhin möglich – trotz der immensen Trockenheit. Hauptthema des Nachmittags war ein von Rainer Trillmich in ebenso humorvoller wie auch in fachlich fundierter Weise eingestreuter Vortrag über Erkenntnisse während des Bienenjahres, die Imkerkollegen bereis vor 100 Jahren hatten und die zum Teil bis heute noch gültig sind. Dazu nutze er die im damals gültigen „Realienbuch“ angeführten Thesen, die längst überholt oder widerlegt sind. Das sorgte mehrfach fürs Schmunzeln der Mitglieder. Zeitnaher war da schon das im zweiten Teil des Vortrags angeregte Fachsimpeln über die Bekämpfung der Varroamilbe als Hauptfeind des Bienenvolkes. Hier gab es entsprechende Tipps, wie man diesen lästigen Parasiten auf biologische oder chemische Art bekämpfen und dabei das jeweilige Bienenvolk nach Kräften schonen kann. Wichtig, so hieß es, sei auf jeden Fall die rechtzeitige Bekämpfung (im Juli beginnend) und die entsprechende Kontrolle der Wirksamkeit.

Auch in der nächsten Zeit haben die Imker mehrere Termine, so zunächst den am 26. Juli im Gasthof Zur Rose anstehenden Stammtisch, dann die für den 13. August geplante nächste Standschau beim Imkerkollegen Johannes Haber in Lüdenscheid Ferner wurde an die rechtzeitige Abgabe der Honiglose bis zum 23. August bei Klaus Loskand zwecks der verbandsseitig erfolgenden Honigbewertung erinnert. Die Vereinsmitglieder freuen sich schon jetzt auf die aus Anlass des 100-jährigen Vereinsbestehens in diesem Jahr am 1. Oktober im Hotel Bauer stattfindende zünftige Geburtstagsfeier im Rahmen eines bunten Abends.

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