Dritte Impfung

Die ersten „Booster“ in Meinerzhagen

Die dritten Impfungen werden auch in Meinerzhagen vorbereitet.
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Die dritten Impfungen werden auch in Meinerzhagen vorbereitet.

Seit Mittwoch wird „geboostert“. Bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Menschen mit Immunschwäche oder all jene, die vor mindestens sechs Monaten zum zweiten Mal einen Vektorimpfstoff gespritzt bekommen haben, können sich den dritten „Piks“ abholen.

Meinerzhagen – Weil die Impfzentren bald schließen, wird diese Aufgabe von den Hausärzten übernommen. Setzt dort bereits der Run auf den „Booster“ ein?

Genügend Impfstoff vorhanden

„Nein“, sagt Peter Nolte aus Valbert. Der Arzt führt keine Warteliste mit Impfwilligen, er verfügt auch über genügend Impfstoff. Lediglich die Vorlaufzeit habe sich geändert. „Jetzt müssen wir etwa 14 Tage einkalkulieren“, sagt Nolte. Er glaubt jedoch, dass der Schutz vor Covid-19 durchaus länger anhält, als sechs Monate: „Ich habe bei vielen Antikörper-Blutuntersuchungen festgestellt, dass die Immunantworten bei doppelter Impfung mit einem mRNA-Vakzin sehr gut waren. Eine Ausnahme bildete lediglich ein Patient, der eine Atemwegs-Vorerkrankung hatte. Und bei anderen Zweifachimpfungen lehrt die Erfahrung, dass der Immunschutz fünf Jahre und länger anhält“, erläutert Peter Nolte.

Der Mediziner aus Valbert hat Covid-19-Impfungen Anfang des Jahres im Wilhelm-Langemann-Haus und in den Demenz-Wohngruppen von APD an der Genkeler Straße vorgenommen. Der „Booster“ soll nun in die Hände der jeweiligen Hausärzte gelegt werden – auch in Senioreneinrichtungen. Peter Nolte jedenfalls könnte sich vorstellen, wieder zum Beispiel ins Langemann-Haus zu fahren, um dort die Mitarbeiter ein drittes Mal zu impfen.

Senioren werden geimpft

Bei Dr. Holger Reimann stehen demnächst bereits die ersten Booster-Impfungen an: „In der kommenden Woche werden ich bei APD Demenz-Patienten und Mitarbeiter impfen. Dasselbe werde ich dann auch im Hospiz in Lüdenscheid tun, wo Mitarbeiter und Ehrenamtliche geimpft werden. Im Langemann-Haus wird jeder Bewohner, der das wünscht, von seinem jeweiligen Hausarzt geimpft“, erläutert der Meinerzhagener Arzt.

Die „Booster“ hält Dr. Reimann für sehr sinnvoll, deshalb wird er sie auch seinen Patienten anbieten: „Die ersten werden im Oktober in der Praxis zum dritten Mal geimpft, dann sind bei einigen sechs Monate seit der zweiten Impfung vergangen.“ In diesem Zusammenhang ruft der Arzt die Menschen erneut dazu auf, sich impfen zu lassen, um sich und andere vor Covid-19 zu schützen. Genügend Impfstoff sei inzwischen auf jeden Fall vorhanden.

„Dass der Booster sinnvoll ist, zeigen Studien aus Israel und den USA“, appelliert Dr. Holger Reimann an die Bevölkerung, die entsprechenden Angebote auch zu nutzen. Ein Abnehmen des Impfschutzes sei im Laufe der Monate bereits beobachtet worden.

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