Spatenstich erfolgt - Ihnebach wird renaturiert

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Barbara Dienstel-Kümper, Jürgen Tischbiereck und Erhard Pierlings (v.l.) beim offiziellen Spatenstich. ▪

VALBERT ▪ Weit ab „vom Schuss“, unmittelbar unterhalb des Hanges zur Landstraße 539, fließt der Ihnebach durch eine Betonrinne. Weder Wanderer noch Passanten auf der nahen Ihnestraße bekommen ihn dort zu Gesicht – der Ihnebach fristet im Bereich der Ihnewiesen ein trauriges Dasein, er ist in weiten Teilen ökologisch unbedeutend. Doch das soll sich ändern.

Seit Ende Oktober laufen Arbeiten zur Renaturierung des kleinen Gewässers, er soll für die Bevölkerung wieder „erlebbar“ werden.

Heute dokumentierten auch Vertreter von Kreisverwaltung und Stadt Meinerzhagen, wie wichtig ihnen dieses Projekt ist. Neben Bürgermeister Erhard Pierlings und Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper waren auch Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck und der Valberter Ortsvorsteher Fred Oehm zu den Ihnewiesen gekommen. Grund war der offizielle erste Spatenstich für das 125 000 Euro-Projekt, der allerdings mit einiger Verspätung vorgenommen wurde.

Alle Anwesenden machten bei dem Treffen noch einmal deutlich, wie wichtig die Renaturierung der Ihne auf diesem Teilstück von etwa 200 Metern Länge ist. Neben dem ökologischen Aspekt freut es die Behördenvertreter aber auch, dass ein kleines Naherholungsgebiet in zentraler Ortslage geschaffen wird.

Dazu gehören ein naturbelassenes Biotop und eine Grünfläche, die von den Bürgern genutzt werden kann und soll. Sie wird mit einer Brücke über den Bach erreichbar sein. Das kleine Bauwerk soll optisch an die Brücke im Meinerzhagener Stadtpark angelehnt sein. Bänke und Wege werden den Bereich einmal komplettieren.

Die Arbeiten, ausgeführt von der Kirchhundemer Firma Straßen- und Tiefbau, gehen inzwischen zügig voran – und das ist auch gut so. Ende 2012 laufen die Fristen aus, in denen Zuschüsse zur Verfügung stehen. „Dann haben wir noch acht Wochen Zeit, um das Projekt fertigzustellen“, erläuterte Jürgen Tischbiereck von der Stadt Meinerzhagen. Im Januar oder spätestens im Februar soll die Maßnahme also abgeschlossen sein. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass das Wetter mitspielt.

Durch die Regenfälle der vergangenen Tage ist es für die Bauarbeiter ohnehin nicht einfach, die Arbeiten auszuführen, auch wenn der Zeitplan bisher eingehalten wird. Momentan ist die gesamte Fläche verschlammt, schweres Gerät kann aber noch eingesetzt werden. Ein großer Bagger ist beispielsweise nötig, um die umfangreichen Erdbewegungen durchzuführen und die Betonrinne zu entfernen, die den Ihnebach jetzt noch künstlich einzwängt. Dass die Maßnahme nötig ist, machte Barbara Dienstel-Kümper – selbst in Valbert wohnhaft – ganz deutlich: „Das Projekt ist für den Bach sehr gut, denn in einem Rohr lebt sich's halt schlecht.“ ▪ beil

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