Ideenkarte ist online

Online-Ideen der Bürger: Vom Energiepark bis zur Sammelstelle

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Nicht im Trockenen: Am ZOB gibt es zwar Fahrradständer, überdacht sind sie allerdings nicht. Ein Ideengeber will das ändern.

Meinerzhagen - Die Stadt sucht Ideen für den Klimaschutz: Innerhalb von nur zehn Tagen haben die Meinerzhagener bereits 35 Vorschläge eingereicht. Die Bandbreite reicht von einer neuen Ampelsteuerung über Windräder bis hin zum Fahrradunterstand – und hält einige Überraschungen parat.

Ein Energiepark auf dem Flugplatzgelände? Durchaus anzuraten, meint Ideengeber Karl. „Entweder als Bürgerenergiepark oder interkommunal mit Marienheide“, schreibt er. Und angesichts des eben erst abgelehnten interkommunalen Gewerbegebiets an dieser Stelle betont er auch, dass keine zusätzliche Fläche versiegelt werden müsste. „Die Natur (Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete) wird geschont.“ 

Karl ist einer von vielen anderen Bürgern, die ihre Vorschläge auf der extra eingerichteten Online-Seite niedergeschrieben haben. Die Handhabung ist schließlich einfach: Einfach die Adresse www.ideenkarte.de/mk/meinerzhagen öffnen, Punkt auf der Karte setzen und Idee eintragen. 

Screenshot der Ideenkarte, die unter www.ideenkarte.de/mk/meinerzhagen abrufbar ist.

Das alles geschieht auf Wunsch anonym, sodass zumeist von Linda über Janka bis Sabine und Albert zumeist Vornamen hinter der Idee stehen. Und von denen gibt es viele. Ein Auszug: 

  • „Albert“ fordert etwa, den ÖPNV-Busverkehr zu verbessern. Entgegen der Planungen der MVG sollten für ihn alle Haltestellen im Stadtgebiet angefahren werden und die Direktverbindung nach Lüdenscheid-Sauerfeld aufrechterhalten bleiben.
  • „Gerda“ fordert weniger Steingärten in Vorgärten. In Baugenehmigungen sollte für sie vorgegeben werden, dass überall – außer auf den notwendigen Verkehrswegen – Anpflanzungen erfolgen sollten.
  • „Sabine“ und „Holger“ setzen ebenso wie viele andere Ideengeber auf mehr Chancen für den Radverkehr. Sei es durch neue Radwege oder auch durch Abstell- und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Dazu gehört auch ein Unterstand am ZOB.
  • „Micha“ und „Janka“ möchten weniger Einwegverpackungen und schlagen vor, bei Veranstaltungen, aber auch in der Gastronomie auf Mehrwegsysteme zu setzen.
  • „TJ“ schlägt vor, für Solaranlagen in Kooperation mit Unternehmen deren Firmendächer zu nutzen und die Installation fördern, anstatt Grünflächen für Fotovoltaikanlagen zu verschwenden.
  • „Wolfi“ wünscht sich, Gehäuseteile beziehungsweise Kleinteile aus Plastik/Kunststoff, die nicht dem grünen Punkt zugeführt werden können, anzentralen Sammelstellen entsorgen zu können. 

Doch dies sind nur einige der Ideen, die bislang abgegeben wurden. Was daraus wird, erklärt Achim Stockhecke. „Nach einem weiteren Treffen der Lenkungsgruppe wird natürlich auch die Politik miteinbezogen“, erklärt er. 

Im Frühjahr, so die aktuellen Planungen, solle es dann ein „Klimacafé“ geben, bei dem alle Bürger nochmals ihre Ideen vortragen können. Das können die gleichen sein, wie bereits online vorgestellt, aber auch vollkommen neue. „Wir wollen den Bürgern schließlich auch die Möglichkeit geben, sozusagen analog ihre Ideen zu äußern“, erklärt Achim Stockehecke. 

Das weitere Vorgehen werde dabei jedoch von der beauftragten Firma Gertec begleitet, die bereits zahlreiche Kommunen bei der Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts unterstützt habe und seit 35 Jahren am Markt ist. „Nach der Sammlung wird geschaut, welche Ideen überhaupt umgesetzt werden können – und welche zum Thema Klimaschutz passen.“ Nach der Sichtung werde für jede der acht Kommunen ein eigenes Konzept erarbeitet

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