Hunderte Fische sterben

Rund 1300 Fische starben – jetzt liegen sie Müllsäcken und müssen vom Abdecker abgeholt werden.

MEINERZHAGEN ▪ Die Schuppen glänzen silbern und rosa. Die Augen sind trübt. Hunderte Lachsforellen liegen abgepackt in Tüten – Mülltüten. Auf einem Schlag starben die Fische.

„Unfassbar, was passiert ist“, sagt Annelie Schreiber. Zusammen mit ihrem Mann Peter hat sie zwei Fischteiche in Güntenbecke gepachtet. Seit drei Jahren setzen sie dort Lachsforellen ein und ziehen sie groß: Zum Angeln und anschließenden Verzehr.

Mittwoch: Das Ehepaar Schreiber fährt zu den Angelteichen. Füttern und kontrollieren. Doch das Paar erwartet „ein Bild des Grauens“, wie Annelie Schreiber sagt. Rund 200 Fischkadaver treiben auf der Wasseroberfläche. Mit zwei toten Forellen fahren sie zu Züchtern – lassen sich beraten. „Sauerstoffmangel haben die anhand des Zustandes der Kiemen ausgeschlossen“, erklärt Schreiber.

Am Donnerstag ist das Paar erneut an den Teichen, um nach dem Rechten zu sehen – dann der Schreck: Weitere mehrere hundert Fische sind gestorben. Das Paar alarmiert die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises sowie den Aggerverband. Wasserproben werden genommen. „Vor Ort konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Nun warten wir auf die Ergebnisse – diese kommen wohl Ende der Woche“, heißt es gestern von Seiten des Kreises.

Annelie Schreiber vermutet nun als Ursache für das Fischsterben – bei dem rund 1300 Fische starben – Giftstoffe. Vorsorglich hat ihr Mann daher den Ablauf blockiert.

Die schillernden Fische sind jetzt Müll. Ein Abdecker holt sie in den kommenden Tagen ab. ▪ mc

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