Heimatgeschichtliche Zeitreise

Auf Spurensuche „Im Dreck“

Klaus Schliek
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Meinerzhagen – Holger Weyland ist in Meinerzhagen kein Unbekannter. Der Volmestädter befasst sich besonders gern und intensiv mit der Geschichte seiner Heimatstadt. Jetzt hat er im Selbstverlag ein neues Buch herausgegeben – natürlich über „Alt Meinerzhagen“.

Es trägt den Titel „Kleine historische Exkursion im Zentrum von Meinerzhagen“. Gesammelt verfasst und bearbeitet wurden die Geschichten darin von Holger Weyland und Marianne Lexutt. Das 140 Seiten starke Werk ist mit vielen Fotos aus „alten Tagen“ bebildert. Es ist zum Preis von 20 Euro in der Buchhandlung Schmitz zu haben. 

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der historischen Exkursion im Zentrum von Meinerzhagen. „Ausgangspunkt ist wiederum die Derschlager Straße, und zwar geht es diesmal um die 1933 gegründete Nachbarschaft und den Damen-Kegelklub ,Im Dreck’. Interessante Häuser mit noch interessanteren Bewohnern und Geschichten werden diesmal vorgestellt“, erläutert Weyland. Mit dabei: Marianne Lexutt, laut Weyland eine der ältesten Anwohnerinnen des Straßenabschnittes und in den Gründungsjahren nach 1955 jüngstes Mitglied des Damen-Kegelklubs „Im Dreck“.

Viel Lokalkolorit

Weyland verspricht: „Wieder wird ein gutes Stück Ortsgeschichte mit viel Lokalkolorit, mit der Jugendkultur längst vergangener Tage und mit den schwierigen Lebensbedingungen jener Nachkriegsjahre als ein facettenreiches, sehr authentisches Bild einer Nachbarschaft präsentiert.“ Unterstützung fanden die beiden Autoren übrigens auch im Meinerzhagener Stadtarchiv: „Mit der Hilfe von Archivarin Ira Zezulak-Hölzer wurden alte Akten gewälzt und historisch wichtige Informationen, die fast schon vergessen sind, herausgesucht“, erläutert Weyland. 

Interessante historische Details, akribisch aufgearbeitete Überlieferungen und Gedanken an eine Zeit, in der Meinerzhagen noch ganz anders aussah. Das alles liefert Weyland mit dem Buch. Kleine Kostprobe? Der Autor geht zum Beispiel auf einen Bereich der Derschlager Straße ein, in dem damals Lebensmittel-Geschäfte ansässig waren: „Nicht weit auseinander die Geschäfte Feinkost Vedder, Michael Brücken schräg gegenüber, Kositzki und Crummenerl, die alle für viel Publikumsverkehr sorgten und die Derschlager Straße zur absolut belebtesten Geschäftsstraße Meinerzhagens machten.“ 

Geschichte eines Damenkegelklubs

Nach der abwechslungsreichen Exkursion mit vielen lustigen, aber auch sehr traurigen und fatalen Begebenheiten, präsentieren die beiden Autoren schließlich noch die Geschichte des Damen-Kegelklubs „Im Dreck“, der sich im Jahre 1955 im Gasthaus Theile gründete und laut Weyland einer der aktivsten Kegelklubs von Meinerzhagen wurde. „Marianne Lexutt hat in ihren Erinnerungen gewühlt und so manches alte Dokument gefunden“, macht Weyland Lust aufs Lesen.

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