Jeder kann helfen - Altkleider unterstützen das DRK vor Ort

+
Gültig nur mit Info-Aufkleber – das besagt der Kooperationsvertrag zwischen dem DRK-Ortsverein und dem Märkischen Kreis. Deshalb rüstet Rotkreuzleiter Udo Maahs diesen neuen Altkleider-Container am Standort Löher Weg mit dem passenden Hinweisschild aus.

Meinerzhagen/Valbert  - Altkleider spenden und damit zugleich den großen ehrenamtlichen Einsatz des DRK-Ortsvereins fördern: Diese Möglichkeit bietet sich den Bürgern seit vielen Jahren. Unvergessen sind die bis 2013 durchgeführten zentralen Sammlungen.

„Die Sammlungen waren für uns stets große logistische Herausforderungen, die aber auch die Kameradschaft gefördert haben“, erinnert sich Rotkreuzleiter Udo Maahs. Anfang 2014 wurde die Aktion mit Blick auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz neu ausgerichtet. „Wir haben uns für das Verwertermodell entschieden“, so Udo Maahs. Seither gibt es an zehn zentralen Stellen im Stadtgebiet DRK-Sammelcontainer für Altkleider. Deren Inhalt wird an die Firma Dohmann-Textilverwertung mit Sitz in Dortmund verkauft. Es handelt sich um ein traditionsreiches und von der Dekra zertifiziertes Familienunternehmen. 

2018 kamen an den zehn Standorten in Meinerzhagen und Valbert 49 140 Kilogramm an Altkleidern zusammen. Durchschnittlich 55 Prozent davon sind noch so gut in Schuss, dass sie als Secondhandware genutzt werden können. Rund 40 Prozent der Altkleider dienen als Recyclingmaterial. Daraus entstehen beispielsweise Putzlappen, Autositzbezüge, Fußmatten oder Dämmstoffe. Der Rest des Inhalts aus den Sammelcontainern ist so desolat oder so stark verschmutzt, dass dafür nur der Weg in den Restmüll bleibt. 

Kleider für Katastrophenfälle

„Nach wie vor sichert sich das DRK einen kleinen Teil der noch tragbaren Bekleidung“, betont Rotkreuzleiter Udo Maahs. Damit werden in Deutschland über Kleiderkammern und Kleiderläden Menschen in Not versorgt. In zentralen Katastrophenschutzlagern steht ebenfalls Kleidung bereit, die bei Notfällen aller Art ausgegeben werden kann. „Die Kleidersammlung ist ein wichtiges Standbein zur Finanzierung unserer Arbeit“, erklärt Udo Maahs. Schließlich müsse sich das DRK als Verein selbst tragen. Der Erlös aus dem Verkauf der Altkleider, in Meinerzhagen je nach Kilopreis zwischen 6000 und 8000 Euro jährlich, wird ausschließlich für die ehrenamtliche DRK-Arbeit vor Ort eingesetzt. 

Ein Beispiel: Die Erstausbildung und die Ausrüstung eines Sanitäters kostet den Ortsverein rund 2000 Euro. Diese Helfer haben letztes Jahr 38 Veranstaltungen sanitätsdienstlich betreut und waren zusätzlich an Einsätzen im Rahmen der öffentlichen Gefahrenabwehr beteiligt. „Unsere Aktion zeigt: Altkleider gehören nicht in den Müll, denn sie helfen zu helfen“, ruft Udo Maahs zur Nutzung des DRK-Angebots auf. Dabei handelt der Ortsverein übrigens im Auftrag des Kreises, der laut Gesetz für die nachhaltige Entsorgung von Altkleidern zuständig ist. Deshalb dürfen die Sammelcontainer des DRK auf städtischen Grundstücken stehen und sind gut zu erreichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare