Bürgerradweg geht in konkrete Planungsphase

+
Im Kreuzungsbereich der L539/L707 könnte der Weg ohne größere Geländeanpassungen auf die Robchestraße geleitet werden.

Valbert - April 2013 trafen sich in Hösinghausen Behördenvertreter, darunter Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck von der Stadt Meinerzhagen und Abteilungsleiter Eberhard Zimmerschied vom Landesbetrieb Straßen NRW: Thema war ein kombinierter Rad- und Gehweg zwischen Valbert und Hösinghausen. Nun liegen Daten des Bestandsplanes vor.

Die Initiative zu dem Projekt ging von Ralf Conrady und seinen Mitstreitern aus Hösinghausen aus. Ihren Wunsch trugen sie damals den zuständigen Stellen, besonders dem Eigentümer der Landstraße, dem Landesbetrieb Straßen NRW, vor.

Auch im zuständigen Fachausschuss der Stadt Meinerzhagen verschaffte man sich seinerzeit Gehör in der Sache und übergab eine Liste mit den Unterschriften von mehr als 500 Befürwortern des Wegebaus. Beim Termin vor Ort ließ Eberhard Zimmerschied dann die sprichwörtliche Katze aus dem Sack.

Dabei gipfelte seine Aussage in den Worten: „Unserer Meinung nach könnte auf dieser Trasse ein Bürgerradweg angelegt werden.“ Möglich wird dieses vor allem durch dass bereits im Jahr 2005 vom NRW-Verkehrsministerium ins Leben gerufene Modellprojekt Bürgerradwege, wonach durch bürgerschaftliches Engagement vor Ort und je nach Ausgangslage mit Beteiligung lokaler Bauunternehmen, den Kreisen und Kommunen sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW derartige Wege entstehen sollen. Diese können mit einem leicht reduzierten Standard gebaut werden, entsprechen aber durchaus dem Stand der Technik und selbstverständlich den aktuellen Sicherheitsanforderungen.

In den vergangenen Monaten fanden in der Sache mehrere Gespräche statt und letztendlich wurde mit der Stadt Meinerzhagen eine Vereinbarung abgeschlossen. Hiernach ist die Stadt für die Planung und deren Kosten zuständig. Den Bau und die Unterhaltung übernimmt der Landesbetrieb. Auf diesen kommen nach erster Schätzung rund 357.000 Euro und auf die Stadt etwa 36.000 Euro an Kosten zu.

„Wir haben das Planungsbüro Schmidt aus Altenhundem vor einiger Zeit beauftragt. Dieses hat den Bestandsplan erstellt und will ihn nun kurzfristig mit dem Landesbetrieb erläutern“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung. In diesem Bestandsplan sind die derzeitigen Verhältnisse entlang der L 539 im Detail erfasst. Der für den Bau des Weges geeignete Ufer- und Randbereich (in Fahrtrichtung Valbert links) wurde zudem exakt neu vermessen.

„Uns liegen seit Kurzem die Daten des Bestandsplanes vor. Ein erster Kontakt zum Planungsbüro hat stattgefunden“, so Hans-Jürgen Heidenreich vom Landesbetrieb in Hagen.

Neben den originären Planungsarbeiten für den Bürgerradweg stehen wegen des vorhandenen Bachlaufes und der Böschungsflächen auch noch weitere Absprachen mit den zuständigen Stellen des Märkischen Kreises an. Da die beteiligten Stellen weiterhin davon ausgehen, dass die Maßnahme im Rahmen des Modellprojektes durchgeführt werden kann, könnten die Planungs- und Vorarbeiten im kommenden Jahr abgeschlossen und mit dem eigentlichen Bau des Radweges im Jahr 2016 begonnen werden. - jjh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare