Riesige Röhren sollen schützen

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In dieser Woche werden unterhalb von Güntenbecke die riesige Röhrenelemente verlegt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Auch im Stadtgebiet von Meinerzhagen hat es in jüngerer Zeit immer wieder Überflutungen von Straßen und Gebäuden als Folge von Starkregen gegeben.

Die Stadt Meinerzhagen hat schon viele Millionen Euro in die Erweiterung und auch die Sanierung ihres Abwassernetzes investiert. Aktuell gibt es ein Projekt, wo die Stadt die Federführung übernommen hat, die anfallenden Kosten in Höhe von rund 300 000 Euro jedoch von einem Dritten übernommen werden: In diesem Fall der Deutschen Bahn AG.

Es geht um die kleine Ortschaft Güntenbecke. Sie liegt in einer Talsenke oberhalb des Genkeltals. Direkt angrenzend verläuft die Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Marienheide. Eine Ortskanalisation gab es bislang nicht. Nachdem die Bahn die Gleisanlagen erneuert hatte, zeigte sich bei starken Niederschlägen ein bis dahin so nicht aufgetretenes Phänomen. Das vom Gleisbett ausgehende Oberflächenwasser ergoss sich mangels einer Entwässerungsanlage in Richtung der tiefer gelegenen Ortschaft. Und hier war wiederholt der Bauernhof Vedder ganz besonders stark von Überschwemmungen betroffen.

Weil im Zuge der Reaktivierung der Bahnstrecke ab Dezember 2013 auch eine Verlegung der Gemeindestraße Richtung Genkel vorgesehen ist, sollen nun zwei abwassertechnische Probleme mit einer Maßnahme gelöst werden. Es wird zur Aufnahme des Oberflächenwasser von der Straße und den Gleisanlagen ein Entwässerungskanal gebaut, der unterhalb der Bebauung in einen sogenannten Stauraumkanal mündet. Dieser hat ein Volumen von 130 Kubikmetern und sorgt dafür, dass auch bei Starkregen kein Rückstau entsteht. Das Oberflächenwasser wird hinter diesem Bauwerk dann in den Güntenbecker Bach eingeleitet.

In dieser Woche wurden in Güntenbecke von der hier eingesetzten Firma Straßen und Tiefbau aus Kirchhundem mittels eines großen Krans die tonnenschweren Röhrenelemente mit einem Durchmesser von drei Metern und einer Länge von 5 Metern hintereinander verlegt. In voraussichtlich etwa vier Wochen soll, so Valko Gerber vom Fachbereich Technischer Service der Stadt, alles fertig sein. ▪ -fe

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