1360 Freibad-Besucher an einem Tag

MEINERZHAGEN ▪ 1360 Besucher im Freibad Meinerzhagen an einem Tag. „Der Dienstag war außergewöhnlich“, berichtete Schwimmmeisterin Sabine Langemann.

Am Mittwoch, dem zweiten Tag der Hitzewelle, hatten bis zum frühen Nachmittag bereits etwa 600 Gäste Abkühlung gesucht. „Das übertrifft bis zu diesem Zeitpunkt den Dienstag sogar noch“, bilanzierte die Schwimmmeisterin. Vor der Kasse bildete sich bei Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke sogar eine lange Schlange.

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Andrang im Freibad Meinerzhagen

„Hitzefrei“, das gab es am Mittwoch an einigen Meinerzhagener Schulen. Das zuständige Ministerium hat allerdings Regeln für diesen „Sonderurlaub“ erlassen: „Wird der Unterricht bei großer Wärme durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, so entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, wenn möglich nach Anhörung des Lehrerrats und der Schülersprecherin oder des Schülersprechers, ob Hitzefrei gegeben wird. Eine eindeutig bestimmte Temperaturgrenze lässt sich nicht festlegen, da die physiologische Wirkung hoher Lufttemperaturen entscheidend von der herrschenden relativen Luftfeuchtigkeit mitbestimmt wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad, so darf Hitzefrei nicht erteilt werden. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten kein Hitzefrei. Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht, beispielsweise Kreislaufbeschwerden und Hitzestau, so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien. Auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist Rücksicht zu nehmen, Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.“

Die Leitungsgremien der drei Meinerzhagener Grundschulen entschieden sich Mittwoch für „Hitzefrei“. Nach den vierten Stunden durften die Schülerinnen und Schüler Auf der Wahr, am Kohlberg und am Rothenstein nach Hause gehen – anders als in Valbert, wo an der Grundschule „durchgelernt“ wurde. An der Hauptschule und an der Realschule wurde Mittwoch ebenfalls nach der vierten Stunde der Unterricht eingestellt, so wie am Gymnasium. Dort galt diese Regelung allerdings nur für Schüler der Sekundarstufe 1, die älteren Gymnasiasten mussten den regulären Stundenplan „abarbeiten“.

Reinhard Hinz betreibt in Redlendorf eine Messstelle für den Deutschen Wetterdienst. Er registrierte am Dienstag einen Höchstwert von 31,8 Grad, allerdings erst um 19.30 Uhr. Eine ungewöhnliche Wetterlage. In der Nacht zu Mittwoch fielen die Temperaturen in Redlendorf nicht unter die 20-Grad-Mark, damit war die Voraussetzung für eine „Tropennacht“ gegeben. Am Mittwoch wurden bereits um 9.30 Uhr 27,8 Grad gemessen. Die Luftfeuchtigkeit betrug zu dieser Zeit 50 Prozent. Am Dienstag lag dieser Wert noch bei nur 15 Prozent. ▪ beil

Rubriklistenbild: © van de Wall

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