30-Grad-Marke geknackt

Auswirkungen der Hitze: Schweine-Dusche und Brandgefahr

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Die Hitzewelle der vergangenen Tage bescherte auch Meinerzhagen Rekordwerte.

Meinerzhagen – Die Hitzewelle soll sich am Wochenende fortsetzen. Die 30-Grad-Marke ist längst „geknackt“. In einigen Klassenräumen war es aber bereits morgens heißer. Die Schulleiter reagierten. Die Schüler der Grundschulen beispielsweise hatten nach der vierten Stunde frei.

Die Stadt lässt Blumen in städtischen Beeten regelmäßig gießen. Die Freibäder sind „rappelvoll“. Die Hitze hat einige Auswirkungen auf das öffentliche Leben in der Volmestadt. 

Freibäder: Die Freibäder in Valbert und an der Meinerzhagener Oststraße waren in den vergangenen Tagen sehr gut besucht. Am Wochenende dürfte es noch voller werden. „Wir sind vorbereitet“, sagt Eduard Hauf von der Stadt Meinerzhagen. Der Besucherrekord 2019 wurde bereits aufgestellt. Am vergangenen Sonntag wurden exakt 1206 Gäste in dem Bad an der Oststraße gezählt. Diese Einrichtung ist mittwochs bis sonntags inzwischen auch wieder durchgehend geöffnet. Die Öffnungszeiten: Montags ist Ruhetag. Dienstags wird von 7.30 bis 10 Uhr (Frühschwimmer) und 14 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwochs bis freitags kann jeweils von 7.30 bis 19 Uhr gebadet werden, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr.

Müllabfuhr: Mit der Verlegung des Schichtbeginns in dieser Woche, von 7 auf 6 Uhr morgens, trage man der heißen Witterung Rechnung und komme seiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nach, sagt Andreas Fritz, stellvertretender Leiter des Lüdenscheider Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes (STL). In Meinerzhagen ist die Firma Lobbe für die Müllentsorgung zuständig. Deren Marienheider Prokurist Hartmut Balzer erläutert, dass die Mitarbeiter, welche die Mülltonnen vom Standort an die Straße befördern, ohnehin bereits um 5 Uhr morgens anfangen würden. „Und der Fahrer des Müllwagens muss bei uns nicht aussteigen. Er greift die Behälter und entleert sie, ohne ins Freie zu müssen. Die Fahrerkabine ist klimatisiert“, sagt Balzer. Lobbe stelle außerdem Kappen, Sonnencreme und Wasser für die Mitarbeiter zur Verfügung. 

Waldbrandgefahr: Bei der Hitze steigt auch die Gefahr für Waldbrände massiv an – verstärkt noch durch die lang anhaltende Trockenheit. In der Region gilt die Gefährdungsstufe 4 (hohe Gefahr, zweithöchste Warnstufe). Daher ist im Wald erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. Rauchen, Lagerfeuer und Grillen sind im und am Wald verboten. Darüber hinaus sollten Spaziergänger darauf achten, keinen Müll im Wald und auf Wiesen liegen zu lassen, denn nicht zuletzt Glas oder Folien können bei extremer Hitze und Sonneneinstrahlung Brände auslösen.

Wochenmarkt: Offiziell ändert sich beim Betrieb des Meinerzhagener Wochenmarktes auf dem Otto-Fuchs-Platz nichts. Allerdings könnte es sein, dass der ein oder andere Händler tatsächlich etwas früher schließt. Der Grund: Die Technik, die für die Kühlung empfindlicher Waren sorgt, wird bei den tropischen Temperaturen bis aufs Äußerste gefordert. Ein Tipp: Der frühe Vogel fängt den Wurm – will heißen: In den etwas früheren Morgenstunden ist die Auswahl an heißen Freitagen garantiert noch groß. Und das Einkaufen macht auch mehr Spaß als in der Mittagshitze. 

Tierschutzverein: 25 Katzen, sieben Hunde und vier Hängebauchschweine sind in der Auffangstation des Tierschutzvereines in Listerhammer momentan untergebracht – und sie alle müssen sich mit der Hitze arrangieren. Die Schweine werden häufig mit Wasser aus dem Gartenschlauch geduscht, was sie sichtlich genießen. „Ansonsten bleiben die Fenster in der Station tagsüber geschlossen, die Jalousien werden heruntergelassen. Mehr können wir nicht tun. Da müssen die Tiere jetzt durch“, sagt Pia Sperber, Vorsitzende des Tierschutzvereines.

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